Konsequenzen für Sender
Nach falscher Todesnachricht zu König Charles: Radiosender erklärt, wie es zur Panne kommen konnte
Veröffentlicht:
von Marie-Finn Bruker:newstime
"Allerletzte Chance”: König Charles stellt Harry und Meghan Ultimatum (24. Juli)
Videoclip • 58 Sek • Ab 12
Ein Radiosender erklärte König Charles III. versehentlich für tot. Jetzt zieht die britische Medienaufsichtsbehörde Konsequenzen und deckt auf, wie es zu dem peinlichen Patzer kam.
Das Wichtigste in Kürze
Im Mai spielte ein Mitarbeiter eines britischen Radiosenders versehentlich eine vorgefertigte Audiodatei ab, die für den Todesfall des Königs vorgesehen war.
Danach sei in dem Studio Panik ausgebrochen, der Medienbehörde Ofcom zufolge habe man den Fehler erst etwa 30 Minuten später eingeräumt.
Weiter heißt es, der Sender habe gegen mehrere Vorschriften der Behörde verstoßen.
Ende Mai hatte ein britischer Radiosender König Charles III. fälschlicherweise für tot erklärt. Nun äußert sich nach Angaben der Online-Zeitung "The Independent" die Medienaufsichtsbehörde Ofcom (Office of Communications) des Vereinigten Königreichs. Der Sender habe in Folge der "sehr gravierenden Ungenauigkeit" gegen mehrere Vorschriften verstoßen.
Auch in den News:
Neugier soll zur Todesmeldung des Königs geführt haben
Eigentlich lief bei Radio Caroline gerade eine Live-Show, als diese plötzlich von einer Schreckensnachricht unterbrochen wurde: "Wir haben unser reguläres Programm bis auf Weiteres aus Respekt vor dem Tod Seiner Majestät König Charles III. ausgesetzt", hieß es damals nach Angaben von "The Independent". Der Sender spielte daraufhin die Nationalhymne des Landes, anschließend folgten rund 16 Minuten Schweigen, heißt es in dem Bericht.
Dann die Überraschung: "Ich wurde soeben darüber informiert, dass wir vorhin versehentlich einige Informationen ausgestrahlt haben", so der Moderator der Sendung laut der Online-Zeitung. "Es handelt sich um ein technisches Problem, und natürlich entschuldigen wir uns dafür."
Dieses "technische Problem" war den Angaben von Ofcom zufolge eigentlich ein Mitarbeiter, der Wartungsarbeiten am Studiocomputer durchführte. Aus Neugierde soll er die sogenannte "Death of a Monarch"-Prozedur abgespielt haben, eine Audiodatei, die viele britische Sender für den Ernstfall bereit halten. Dabei habe er nicht gewusst, dass dies zur automatischen Beendigung des aktuellen Programms und der Ausstrahlung der Todesmeldung führe. Als sich die Beteiligten der Panne bewusst wurden, seien sie in Panik verfallen und hätten das Gebäude verlassen.
Radiosender rechtfertigt sich vor britischer Behörde
Die Medienaufsichtsbehörde kritisierte dieses Verhalten "The Independent" zufolge stark. Erst 30 Minuten nach dem Patzer habe der Radiosender sein Vergehen klargestellt und sich entschuldigt, heißt es. Ofcom habe zwei Beschwerden über die Sendung erhalten, die gegen die Vorschriften 5.1 – "wonach Nachrichten korrekt und unparteiisch berichtet werden müssen" – und 5.2 – "wonach Fehler in den Nachrichten schnell auf Sendung eingeräumt und korrigiert werden müssen" – verstoßen.
Radio Caroline entgegnet, man habe "die Angelegenheit sehr ernst genommen" und "so schnell wie möglich" gehandelt. Der Sender habe den Mitarbeiter gewarnt und die Audiodatei vom Desktop des Studiocomputers entfernt, um ein solches Versehen in Zukunft zu verhindern. Denn noch ist es für den 77-jährigen Monarchen nicht so weit. Gleichwohl herrscht Sorge um Charles' Gesundheitszustand, denn der britische König leidet an einer Krebserkrankung. Wie der Royal Ende 2025 bekanntgab, sei die Therapie bisher erfolgreich und könne in diesem Jahr reduziert werden.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
The Independent: "Radio station accidentally announced King’s death then broadcast 16 minutes of silence as panicked staff member ran away"
:newstime verpasst? Hier aktuelle Folge ansehen
Mehr entdecken

Großeinsatz
Nienhagen an der Ostsee: Schwimmer seit Montag vermisst

Verheerendes Ausmaß
Verheerendes Erdbeben in Kolumbien: Mehr als 100 Menschen sterben

In Abwesenheit
Syrien: Ex-Machthaber Baschar al-Assad zum Tode verurteilt

Sizilien
30.000 Reisende betroffen: Ätna stört Ferienverkehr massiv

Verheerende Schäden
Erdbeben in Kolumbien: Auswärtiges Amt passt Reisehinweise an – worauf du achten solltest

Schüsse in Las Vegas
30 Jahre nach Mord an Tupac: Prozess um den Weltstar beginnt



