Sizilien

30.000 Reisende betroffen: Ätna stört Ferienverkehr massiv

Veröffentlicht:

von Max Strumberger

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Flugverkehr lahmgelegt: Massiver Ausbruch von Vulkan Ätna

Videoclip • 01:11 Min • Ab 12


Der Ätna lässt Sizilien nicht zur Ruhe kommen: Seit Tagen treten Asche und Lavaströme aus dem Vulkan aus. Am Flughafen Catania herrscht Warnstufe Rot, Landungen bleiben ausgesetzt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Ätna spuckt Asche und Lava, mit drastischen Folgen für Tausende Urlauber:innen.

  • Rund 30.000 Reisende sitzen auf Sizilien fest.

  • Wer ausweichen will, muss Geduld, Glück und viel Geld haben.

Der Ätna ist erneut ausgebrochen und bringt den Flugverkehr auf Sizilien mitten in der Hochsaison in Bedrängnis. Europas aktivster Vulkan schleudert seit Tagen große Mengen Asche und glühender Gesteinsbrocken in den Himmel. Aus zwei Kratern in rund 2.360 und 2.750 Metern Höhe treten nach Angaben des italienischen Instituts für Geophysik und Vulkanologie (INGV) zudem dicke Lavaströme aus. In der Nacht öffnete sich auf etwa 1.900 Metern Höhe ein weiterer Krater.

Besonders betroffen ist der internationale Flughafen von Catania. Wegen der Aschewolken und der aktuellen Windverhältnisse wurden Landungen erneut bis 19 Uhr ausgesetzt. Starts waren am Dienstag (11. August) nur eingeschränkt möglich. Die Warnstufe für den Flughafen lag weiterhin bei Rot – der höchsten Stufe. Flüge wurden umgeleitet oder abgesagt, während die Start- und Landebahnen wiederholt von Asche gereinigt werden mussten.


Horrende Kosten für Shuttle-Busse

Nach Schätzungen sind rund 30.000 Reisende von den Einschränkungen betroffen. Weil Unterkünfte auf der Insel weitgehend ausgebucht sind, mussten einige Passagiere die Nacht am Flughafen verbringen. Viele berichten von überfordertem Personal und fehlenden Informationen. Ein Betroffener sagte der italienischen Zeitung "La Repubblica": "Man hat uns unserem Schicksal überlassen. Wäre ich in ein Schlauchboot gestiegen, wäre ich mit Sicherheit früher angekommen."

Wer Catania verlassen will, hat derzeit nur wenige Alternativen. Zahlreiche Urlauber weichen auf den Flughafen von Palermo aus. Für Shuttle-Busse auf der rund 200 Kilometer langen Strecke wurden laut Berichten teilweise bis zu 700 Euro verlangt. Auch Fernzüge in Richtung Festland sind überfüllt. Einige Reisende versuchen, über Villa San Giovanni und anschließend per Auto oder von Rom aus weiterzufliegen.

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Das sollten Reisende jetzt machen

Sizilien-Reisende sollten sich deshalb unbedingt vor der Fahrt zum Flughafen bei ihrer Airline über den Flugstatus informieren und Updates per App oder SMS beachten. Bei einer Annullierung müssen Fluggesellschaften grundsätzlich eine Ersatzbeförderung oder eine Erstattung anbieten. Während längerer Wartezeiten bestehen zudem Ansprüche auf Betreuung und gegebenenfalls eine Hotelunterkunft. Eine zusätzliche Entschädigung gibt es wegen des Vulkanausbruchs in der Regel jedoch nicht: Er gilt als außergewöhnlicher Umstand.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

Nachrichtenagentur Reuters

Presseportal.de

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