Schüsse in Las Vegas
30 Jahre nach Mord an Tupac: Mutmaßlicher Mörder des Weltstars jetzt vor Gericht
Aktualisiert:
von Michael Reimers:newstime
27 Jahre nach Mord an Tupac Shakur: Mutmaßlicher Mörder angeklagt
Videoclip • 01:01 Min
Drei Jahrzehnte, nachdem der Hip-Hop-Star Tupac Shakur im Alter von 25 Jahren infolge von Schüssen starb, steht nun ein Tatverdächtiger in Las Vegas vor Gericht.
Das Wichtigste in Kürze
In Nevada beginnt 30 Jahre nach der Tat der Gerichtsprozess im Mordfall Tupac Shakur.
Der US-Rapper war 1996 in Las Vegas angeschossen worden und erlag seinen Verletzungen.
Bisher fehlten Beweise, um den Fall vor Gericht zu bringen.
Fast 30 Jahre nach dem Mord an US-Rapper Tupac Shakur ("California Love", "All Eyez on Me") startete am Montag (10. August) in Las Vegas ein Gerichtsverfahren gegen den mutmaßlichen Drahtzieher der Tat. Er soll voraussichtlich etwa einen Monat andauern. Im Fall einer Verurteilung soll dem 63-jährigen Verdächtigen eine lebenslange Gefängnisstrafe drohen.
Verdächtiger bereits vor drei Jahren festgenommen
Bereits 2023 war der frühere Gang-Anführer in Las Vegas festgenommen worden, so die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Damals wurde er unter anderem wegen Mordes mit Gebrauch einer tödlichen Waffe angeklagt. Vor Gericht plädierte er auf nicht schuldig. Allerdings hatte er zuvor mehrfach öffentlich darüber gesprochen, in dem weißen Cadillac gesessen zu haben, aus dem 1996 in Las Vegas die Schüsse auf Shakur abgefeuert wurden.
In Interviews erklärte der Tatverdächtige, er sei der einzige Insasse aus dem Auto, der noch lebe. Wie er auch in einer Autobiografie schrieb, soll sein Neffe die tödlichen Schüsse abgegeben haben. Die eigenen Aussagen des Festgenommenen hätten letztlich die Untersuchungen weitergebracht, teilte die Polizei jetzt mit. Lange hätten ausreichende Beweise gefehlt, um den Fall vor Gericht zu bringen.
Tupac Shakur war 1996 in einem Auto in Las Vegas angeschossen worden und starb sechs Tage später im Krankenhaus.
Bild: Tom Rodriguez/Globe Photos via ZUMA Wire/dpa
Auch in den News:
Rache unter verfeindeten Gangs als Tatmotiv ermittelt
Wie dpa weiter meldet, wurde der 25 Jahre alte Shakur am 7. September 1996 in einem Auto in Las Vegas angeschossen und starb sechs Tage später im Krankenhaus. Der Rapper war den Ermittlungen zufolge in der Tatnacht mit Suge Knight, Mitbegründer des für Gangsta-Rap bekannten Labels Death Row Records, unterwegs. In einem Hotel sei es zu einer Schlägerei gekommen, bei der ein Neffe des Verdächtigen von Shakur und Knight verprügelt worden sei.
Demnach gehörten Onkel und Neffe einer südkalifornischen Bande an, die verfeindet war mit der Gang, der Suge Knight nahestand. Der Angeklagte habe sich aus Rache eine Waffe besorgt und sie dann im weißen Cadillac den hinten sitzenden Männern gereicht. Diese schossen dann auf Shakur und Knight.
Shakur bis heute verehrt wegen seiner Songs
Shakur gehörte zu den erfolgreichsten Rap-Künstlern der 1990er-Jahre. In zahlreichen Liedern hatte er ein Leben als Gangster porträtiert und zum Aufstand gegen Rassismus und die Armut in den schwarzen Ghettos aufgerufen. Der Hip-Hop-Star war zeitweise in Drogenhandel und andere Kriminalität verwickelt, er kam auch ins Gefängnis. Millionen Fans weltweit verehren den Rapper und seine Musik noch immer.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
Bild.de: "30 Jahre später: Mordprozess im Fall Tupac beginnt"
:newstime verpasst? Hier aktuelle Folge ansehen
Mehr entdecken

Großeinsatz
Nienhagen an der Ostsee: Schwimmer seit Montag vermisst

Verheerendes Ausmaß
Verheerendes Erdbeben in Kolumbien: Mehr als 100 Menschen sterben

In Abwesenheit
Syrien: Ex-Machthaber Baschar al-Assad zum Tode verurteilt

Sizilien
30.000 Reisende betroffen: Ätna stört Ferienverkehr massiv

Verheerende Schäden
Erdbeben in Kolumbien: Auswärtiges Amt passt Reisehinweise an – worauf du achten solltest

Einreise nach Deutschland
Souvenir aus Pythonleder beschlagnahmt? Zoll in München warnt Reisende





