Drohnen-Attacken auf Ölindustrie

"Kein sicheres Hinterland mehr": Selenskyj will Angriffe auf Russland ausweiten

Veröffentlicht:

von Joachim Vonderthann

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Wieder russische Angriffe auf die Ukraine

Videoclip • 33 Sek • Ab 12


Der ukrainische Präsident Selenskyj lobt erfolgreiche Drohnenangriffe 2.000 Kilometer tief im russischen Hinterland. Zugleich warnt er aber vor neuen Kriegsgefahren.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ukrainer Staatschef Selenskyj setzt auf weitere Angriffe im russischen Hinterland.

  • Damit solle Putins Russland gezeigt werden, dass es keine Alternative zu Frieden gibt.

  • Doch Selenskyj sieht auch neue Probleme auf sein Land zukommen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat weitere Gegenangriffe im russischen Hinterland angekündigt. In seiner abendlichen Videobotschaft verwies er auf einen zuvor schon vom Generalstab bestätigten Schlag gegen die russische Ölindustrie in Tobolsk in Sibirien. Es werde weitere ukrainische Angriffe im russischen Hinterland geben, um Russland zu zeigen, dass Frieden notwendig sei.

Die Industriestadt Tobolsk liegt mehr als 2.000 Kilometer von der Ukraine entfernt. Der ukrainische Generalstab hatte einen Angriff auf einen Petrochemiebetrieb in der russischen Stadt gemeldet. Dort würden militärisch wichtige Rohstoffe produziert, zitiert die "Welt" aus einer Mitteilung des Generalstabs.

Auch in den News:

Selenskyj: Russland erstmals ohne sicheres Hinterland

Dem Newsportal zufolge sagte Selenskyj über die ukrainischen Angriffe auf die russische Logistik: "Zum ersten Mal in der Geschichte Russlands verfügt das Land über kein sicheres strategisches Hinterland." Er betonte: "Uns liegen interne russische Umfragedaten vor, aus denen hervorgeht, dass die Zahl der Menschen, die ein Ende dieses Krieges wünschen, bereits zunimmt. Dies muss noch deutlicher werden. Damit Putin, seine Regierung, seine FSB-Handlanger und alle anderen gleichermaßen verstehen: Frieden ist die einzige Option."

Selenskyj warnt vor Kims Raketen und Soldaten

Selenskyj warnte auch erneut vor Nordkorea. Moskau habe zusätzliche ballistische Raketen von Pjöngjang erhalten und bereite sich auf die Ankunft eines weiteren Kontingents nordkoreanischer Soldaten auf russischem Territorium vor, sagte Selenskyj ohne Belege zu nennen. Nordkoreas Waffen seien in Zusammenarbeit mit Russland weiterentwickelt worden. Das sei eine Gefahr für die asiatischen Staaten.

Erst am Wochenende hatte Selenskyj gesagt, dass Russland weit mehr Truppen aus Nordkorea zur Unterstützung seines Angriffskriegs bekommen könnte als bisher angenommen. Er sprach von bis zu 50.000 Soldaten.

Russland überzieht die Ukraine seit mehr als vier Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg. Nordkoreanische Soldaten kamen 2024 und 2025 in Russland zum Einsatz, um ukrainische Truppen aus dem westrussischen Gebiet Kursk zu verdrängen.

Im Abwehrkampf gegen Russland hat die Ukraine ihre Gegenangriffe vor allem mit Drohnen in den vergangenen Monaten stark ausgeweitet.



Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

Welt: "'Zum ersten Mal in der Geschichte Russlands …' – Selenskyj lobt Angriffe auf Hinterland"

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