Royals
Krebserkrankung von Charles: Britischer König will sich per Videobotschaft melden
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von dpaDer britische König Charles III. will sich zum Stand seiner Krebstherapie äußern. (Archivfoto)
Bild: Chris Jackson/PA Wire/dpa
Im Mai gab sich der König in Bezug auf seine Erkrankung zuversichtlich - seitdem blieben weitere Informationen aus. Warum der offene Umgang mit seiner Krankheit in Großbritannien besonders ist.
Erstmals seit Monaten will sich der britische König Charles III. (77) zum Stand seiner Krebserkrankung äußern. Das Update soll im Rahmen einer Videobotschaft am Freitagabend (12. Dezember) um 21 Uhr (MEZ) veröffentlicht werden, berichtete die britische Nachrichtenagentur PA. Charles wolle damit Aufmerksamkeit auf die Bedeutung von Vorsorgeuntersuchungen lenken.
Auf dem X-Account des Königshauses wurde bereits am Morgen ein kurzer Clip gepostet, auf dem zu sehen ist, wie der König vor einer Kamera Platz nimmt. Im Hintergrund ist eine Stimme zu hören, die sagt: "Kamera läuft. Es geht gleich los."
Bei Charles hält die Behandlung bisher an
Charles hatte die Krebserkrankung im Februar 2024 öffentlich gemacht. Sie wurde im Zuge einer Routineoperation an der Prostata entdeckt. An welcher Krebsform der König leidet, ist aber unklar. Sicher ist nur, dass es sich nicht um Prostatakrebs handelt.
Seit seiner Diagnose wird Charles ambulant behandelt. Anders als seine ebenfalls an Krebs erkrankte Schwiegertochter Prinzessin Kate (43), kehrte er recht schnell wieder zur Routine zurück und nahm öffentliche Termine einschließlich Auslandsreisen wahr. Kate konnte ihre Chemotherapie inzwischen erfolgreich abschließen. Bei Charles hält die Behandlung bislang an.
Bemerkenswerte Offenheit
Bemerkenswert war die Offenheit, mit der das Königshaus zu den Erkrankungen des Monarchen kommunizierte. Der König litt an einer vergrößerten Prostata und nutzte schon damals seine Bekanntheit, um für Vorsorgeuntersuchungen zu werben. Mit Erfolg: Viele Männer informierten sich über Prostataerkrankungen. Die Zugriffszahlen auf der Webseite des britischen Gesundheitsdiensts NHS schossen in die Höhe.
Diese Offenheit war ein absolutes Novum für die britischen Royals. Während der langen Regentschaft seiner Mutter waren gesundheitliche Diagnosen streng unter Verschluss gehalten worden, wie der Verfassungsexperte Craig Prescott von der Londoner Universität Royal Holloway im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa) bestätigte: "Queen Elizabeth und Prinz Philip haben die Dinge immer sehr, sehr geheim gehalten."
Doch trotz großen Interesses gab es schon seit Längerem kein Update mehr zum Genesungsprozess des Königs. Im März sorgte die Nachricht über einen kurzzeitigen Klinikaufenthalt für Aufregung. Doch es gab rasch Entwarnung, Charles war wegen Nebenwirkungen seiner Therapie kurzzeitig unter Beobachtung gestellt worden. Im Mai sagte Charles während eines öffentlichen Termins, er glaube, es gehe bergauf.
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