Stromausfälle und Brände

Japan: Schweres Erdbeben erschüttert Kumamoto – mehrere Menschen sind verletzt

Aktualisiert:

von Marie-Finn Bruker

Der JR-Bahnhof Hakata in Fukuoka im Südwesten Japans ist voller Fahrgäste, da der Shinkansen-Zugverkehr nach dem Erdbeben eingestellt wurde.

Bild: kyodo/dpa


In Japan kam es erneut zu einem gewaltigen Erdbeben mit einer Stärke von etwa 7,1. In fast 50.000 Haushalten gab es Stromausfälle, mehrere Menschen sind verletzt.

Ein schweres Erdbeben hat den Südwesten Japans in der Region Kumamoto erschüttert. Kurz danach kam es zu starken Nachbeben. Laut dem japanischen Fernsehsender NHK gehen zahlreiche Notrufe bei den Behörden ein. Mehrere Menschen seien verletzt worden.

Auch in den News:

Das Erdbeben erreichte eine Tiefe von zehn Kilometern, seine Stärke wird auf 7,1 geschätzt. Diese wird auf der sogenannten Richter- oder auch Erdbebenskala eingestuft.

Laut dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) verursachen Erdbeben ab 7 Magnituden nicht nur große Schäden in einem Radius von bis zu 70 Kilometern, sondern können für weiträumigere Zerstörungen sorgen.

Diese Auswirkungen sind auch auf der japanischen Insel spürbar: Nach Angaben des örtlichen Fernsehsenders sei bei rund 48.000 Haushalten der Strom ausgefallen. Weiter gebe es vermehrt Meldungen über Brände, die aktuell geprüft würden. Mehrere Streckenabschnitte auf Autobahnen rund um Kumamoto seien gesperrt worden. Außerdem warnte die Nationale Wetterbehörde vor Flutwellen von bis zu einem Meter Höhe.

Bei den Atomkraftanlagen gebe es den Medienberichten zufolge unter Berufung auf Betreibende allerdings keine Unregelmäßigkeiten durch die starke Erschütterung.

Mehrere Tote bei Kumamoto-Erdbeben 2016

Wie Japans Regierungschefin Sanae Takaichi mitteilte, bemühe man sich, die Lage schnell zu erfassen und nötige Notfall-Maßnahmen zu treffen.

Es ist nicht das erste schwere Erdbeben in der Region. Bereits vor zehn Jahren war Kumamoto von einem Beben der Stärke 7,3 heimgesucht worden. Die Erschütterung verursachte schwere Gebäudeschäden. Zehntausend Menschen mussten in Notunterkünften untergebracht werden, dutzende kamen ums Leben.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

DRK: "Erdbeben - Entstehung und Folgen"

Mehr entdecken