Streit um Personalie

Tino Sorge greift Merz nach Entlassung aus Gesundheitsressort an

Aktualisiert:

von Claudia Scheele

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In der CDU wächst der Ärger über Merz

Videoclip • 01:52 Min • Ab 12


Der scheidende Gesundheitsstaatssekretär Tino Sorge reagiert ungewöhnlich deutlich auf seine Ablösung. Vor allem den Umgang von Friedrich Merz mit der Personalentscheidung kritisiert er scharf.

Der bisherige Gesundheitsstaatssekretär Tino Sorge hat seine Abberufung mit deutlichen Worten kommentiert. In einer Erklärung, die er in sozialen Netzwerken veröffentlichte, schrieb der CDU-Politiker: "Es ist kein Geheimnis, dass ich meine Arbeit an dieser zentralen Schaltstelle der Gesundheitspolitik gern fortgeführt hätte."

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Sorge reagiert damit auf die Entscheidung von Bundeskanzler Friedrich Merz, ihn im Gesundheitsministerium abzulösen. Künftig soll Christiane Schenderlein, bislang Sport-Staatsministerin im Kanzleramt, Parlamentarische Staatssekretärin im Gesundheitsressort werden.


Sorge spricht von einer "Stilfrage"

Besonders kritisch äußerte sich Sorge über die Art und Weise der Entscheidung. "Die Entscheidung des Bundeskanzlers nehme ich zur Kenntnis", schrieb er. Dann fügte er hinzu: "Dass er sie – anstelle eines persönlichen Gesprächs mit mir – zuerst in Parteigremien und vor der Presse verkündet hat, bleibt seine eigene Stilfrage."

Auch inhaltlich ließ Sorge Zweifel erkennen. Er schrieb, mit Blick auf die vergangenen Tage und die anstehenden Landtagswahlen werde Merz die Entscheidung "mit Bedacht" getroffen haben. "Zu hoffen bleibt, dass sie einer übergeordneten Logik folgt, die größer ist als die Summe einzelner Personalentscheidungen."

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Schenderlein bleibt diplomatisch

Aus der CDU gab es bereits erste kritische Stimmen zur Rochade. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze hatte den Vorgang im Deutschlandfunk als "nicht unbedingt gut verlaufen" bezeichnet. Sorge selbst wünschte dem neuen Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann und seinem Team dennoch "alles erdenklich Gute und viel Erfolg".

Schenderlein reagierte deutlich zurückhaltender. Sie erklärte, sie freue sich auf die neue Aufgabe und dankte Merz für das Vertrauen. Zugleich verwies sie auf "hervorragende Anknüpfungspunkte" zwischen ihrem bisherigen Amt und der neuen Aufgabe im Gesundheitsministerium.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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