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Mercedes' trügerische Bilanz: Krasser Einbruch in Pkw-Sparte trübt erstes Gewinn-Plus seit 2023

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von Christopher Schmitt

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Videoclip • 01:12 Min • Ab 12


Quartal für Quartal musste Mercedes-Benz in den vergangenen Jahren Gewinneinbußen hinnehmen. Nun geht es wieder bergauf – obwohl das operative Ergebnis der Pkw-Sparte dramatisch eingebrochen ist.

Das Wichtigste in Kürze

  • Zum ersten Mal seit dem zweiten Quartal 2023 verzeichnet Mercedes-Benz wieder einen steigenden Gewinn.

  • Allerdings brach das operative Ergebnis der Pkw-Sparte um rund 94 ein.

  • Mercedes-Chef Källenius erklärt: "Auch in einem anspruchsvollen Marktumfeld sind wir im zweiten Quartal auf Kurs geblieben."

Mercedes-Benz präsentiert eine Bilanz der Gegensätze: Im zweiten Quartal 2026 kletterte der Konzerngewinn um 13,5 Prozent auf rund 1,09 Milliarden Euro – das erste Plus seit dem zweiten Quartal 2023. Doch trotz der guten Nachrichten aus Stuttgart gibt es weiter ernste strukturelle Schwierigkeiten.

Während das operative Ergebnis (Ebit) konzernweit um 21,5 Prozent auf etwa 1,55 Milliarden Euro zulegte, offenbart ein Blick auf einzelne Geschäftsbereiche ein anderes Bild. Die Pkw-Sparte, traditionell das Herzstück des Unternehmens, verzeichnete beim operativen Gewinn einen dramatischen Einbruch von 94 Prozent: von 783 Millionen Euro auf magere 49 Millionen Euro.

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In China läuft es alles andere als gut

Hauptverantwortlich für diese Misere ist das China-Geschäft. Der Pkw-Absatz in der Volksrepublik brach im zweiten Quartal um 30 Prozent ein. Insgesamt verkaufte Mercedes zwischen April und Juni rund 512.000 Pkw und Vans – sechs Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Veränderungen in China seien von verstärktem Marktdruck, einem ungünstigen Modellmix sowie Anlaufkosten geprägt gewesen.

Besonders schmerzhaft: Eine Wertminderung an chinesischen Beteiligungen in Höhe von über 700 Millionen Euro belastete das Ergebnis zusätzlich. Selbst bereinigt sank das Ebit bei den Pkw um 26 Prozent auf 909 Millionen Euro.


"Im zweiten Quartal auf Kurs geblieben"

Dass der Konzern dennoch ein Gewinnplus vermelden kann, verdankt er seinen anderen Geschäftsbereichen. Die Sparten Vans und Financial Services stützten die schwächelnde Pkw-Sparte, heißt es in einer Mitteilung. Zudem wirkten sich Kostenmaßnahmen aus einem Sparprogramm positiv auf das Quartalsergebnis aus.

Der Umsatz entwickelte sich rückläufig: Er sank um 3,3 Prozent auf etwas mehr als 32 Milliarden Euro. Nach dem ersten Halbjahr steht ein Konzernergebnis von rund 2,52 Milliarden Euro in den Büchern – ein Minus von 6,3 Prozent.

Mercedes-Chef Ola Källenius betont dennoch: "Auch in einem anspruchsvollen Marktumfeld sind wir im zweiten Quartal auf Kurs geblieben und haben unsere Modelloffensive beschleunigt."

Jahresprognose muss teils angepasst werden

Angesichts des anhaltend schwierigen Marktumfelds in China passte Mercedes seine Jahresprognose an. Der Pkw-Absatz wird nun leicht unter Vorjahresniveau erwartet, ebenso der Konzernumsatz.

Die Schwaben befinden sich seit längerem in der Krise: 2025 war der Gewinn um knapp die Hälfte von 10,4 Milliarden Euro auf 5,3 Milliarden Euro eingebrochen, nachdem er bereits 2024 um 28,4 Prozent zurückgegangen war. Der Autobauer reagierte mit einem Sparprogramm und verschärfte Ende Juni den Sparkurs, indem er eine tarifliche Sonderzahlung auf 2027 verschob.

Der Vorstand löste zudem eine Diskussion über Arbeitskosten in Deutschland aus – mit der Forderung, für das gleiche Geld mehr zu arbeiten. Dies führte zu Protesten der Belegschaft.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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