Fußball-WM wird politisch

Iran-Team darf laut Botschafter nur an WM-Spieltagen in die USA

Veröffentlicht:

von Claudia Scheele

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Iran-Team: WM-Einreise nur am Spieltag

Videoclip • 57 Sek • Ab 12


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Irans Nationalmannschaft ist vor der WM in Mexiko angekommen. Für die Einreise in die USA soll das Team laut einem Diplomaten nur ein enges Zeitfenster an den Spieltagen bekommen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Irans Nationalmannschaft ist vor der Fußball-WM im mexikanischen Tijuana angekommen und schlägt dort ihr Quartier statt in den USA auf.

  • Laut dem iranischen Botschafter dürfen die Spieler für ihre WM-Partien nur an den jeweiligen Spieltagen in die USA einreisen und müssen noch am selben Tag zurück nach Mexiko.

  • Zudem fehlen offenbar noch Visa für 15 Verbandsfunktionäre, Irans Verbandschef Mehdi Tadsch wirft den USA Schikanen vor und kündigt Protest bei der FIFA an.

Die iranische Nationalmannschaft ist vor dem Start der Fußball-WM in Tijuana in Mexiko eingetroffen. Nach Angaben des iranischen Verbands verlief die Einreise am Sonntag problemlos. Das Team landete kurz nach 5.00 Uhr morgens Ortszeit in der Grenzstadt zu den USA, wo einige Fans es mit Fahnen empfingen.

Politisch bleibt die Lage jedoch angespannt. Wie Medien in Tijuana unter Berufung auf den iranischen Botschafter in Mexiko, Abolfazl Pasandideh, berichten, sollen die iranischen Spieler für ihre WM-Partien in den USA jeweils nur am Spieltag selbst einreisen dürfen. Noch am selben Tag müssten sie die Vereinigten Staaten wieder verlassen und in ihr Quartier in Mexiko zurückkehren.


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Visa-Probleme vor WM-Start

Zusätzlich gibt es offenbar Schwierigkeiten bei den Visa. Laut Pasandideh haben bislang 15 Funktionäre des iranischen Fußballverbands noch keine Einreisegenehmigung für die USA erhalten. Dazu gehört nach iranischen Medienberichten auch Verbandspräsident Mehdi Tadsch.

Der Verband hofft nach Angaben des Botschafters, dass die fehlenden Visa noch vor dem ersten Spiel erteilt werden. Tadsch selbst reagierte scharf und warf den USA laut der iranischen Nachrichtenagentur Isna Boshaftigkeit vor. Man wisse nicht, "welche weiteren Schandtaten die Amerikaner am Flughafen noch begehen werden". Der Iran wolle deshalb den Weltverband FIFA einschalten und offiziell Protest einlegen.

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Quartier in Mexiko statt Arizona

Der Hintergrund ist die politische Eskalation zwischen den USA und dem Iran. Seit Ende Februar stehen beide Länder in einem militärischen Konflikt. Deshalb war die Einreise der iranischen Mannschaft in die Vereinigten Staaten schon im Vorfeld umstritten. Ende Mai entschied der iranische Verband, das geplante Trainingslager aus dem US-Bundesstaat Arizona nach Tijuana zu verlegen.

Von dort aus soll das Team nun jeweils zu den WM-Spielen in die USA reisen. In der Vorrunde trifft der Iran am 16. Juni in Los Angeles auf Neuseeland, am 21. Juni ebenfalls in Los Angeles auf Belgien und am 27. Juni in Seattle auf Ägypten.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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