Signal aus Italien

Italien bietet Ex-Minister Fedorow Beraterjob in Rom an

Veröffentlicht:

von Claudia Scheele

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Nach seiner Entlassung in Kiew bekommt Mychajlo Fedorow überraschend Rückendeckung aus Italien. Verteidigungsminister Guido Crosetto bietet ihm einen Beraterposten in Rom an.

Das Wichtigste in Kürze

  • Italiens Verteidigungsminister Guido Crosetto hat dem entlassenen ukrainischen Ex-Minister Mychajlo Fedorow  einen Beraterjob in Rom angeboten.

  • Crosetto lobte Fedorow als innovativen Politiker und sagte, dieser habe im Krieg "die Spielregeln auf dem Schlachtfeld komplett auf den Kopf gestellt".

  • Konkrete Pläne gibt es noch nicht, doch das Angebot ist ein politisches Signal aus einem Land, das als verlässlicher Unterstützer der Ukraine gilt.

Der frühere ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow könnte nach seiner Entlassung in Kiew eine neue Aufgabe in Italien bekommen. Italiens Verteidigungsminister Guido Crosetto sagte der Tageszeitung "La Repubblica", er habe Fedorow direkt am Tag nach dessen Entlassung angerufen und ihm eine Zusammenarbeit in Rom angeboten.

Crosetto schilderte das Gespräch in der Zeitung ungewöhnlich offen. Er habe Fedorow gefragt: "Wann möchtest du nach Rom kommen, um als Berater mit mir zusammenzuarbeiten?" Konkrete Absprachen gebe es nach seiner Darstellung aber noch nicht. "Er war gerührt und hat verstanden, dass dies ein Zeichen meiner Wertschätzung und Freundschaft war", sagte Crosetto der "La Repubblica".


Crosetto lobt Fedorows Innovationskurs

Der italienische Minister begründete seine Offerte mit großem Respekt für den 35-Jährigen. Fedorow habe im Krieg "die Spielregeln auf dem Schlachtfeld komplett auf den Kopf gestellt", sagte Crosetto der "La Repubblica". Er stehe für Innovation und für eine neue Art, auf moderne Konflikte zu reagieren.

Crosetto zog dabei auch eine Verbindung zu Problemen in anderen europäischen Staaten. "Die gleichen Probleme, mit denen er in der Ukraine konfrontiert war, haben wir auch in Italien, Deutschland und Frankreich", sagte er. Es gebe Widerstand gegen Veränderungen, während andere längst erkannt hätten, dass Innovation mit "erschreckender Geschwindigkeit" voranschreite. Gerade deshalb sieht er Fedorow offenbar als eine interessante Figur auch für westliche Verteidigungspolitik.

Auch in den News:

Italien zählt in Europa zu den verlässlichen Unterstützer:innen der Ukraine. Das Land steht seit mehr als vier Jahren an der Seite Kiews im Abwehrkampf gegen den russischen Angriffskrieg. Crosetto kündigte in diesem Zusammenhang auch neue Waffenlieferungen für die Ukraine an. Seine Einladung an Fedorow ist deshalb nicht nur ein persönliches Signal, sondern auch politisch ein Zeichen enger Verbundenheit.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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