Um Antalya
Waldbrände in der Türkei: Auswärtiges Amt warnt Touristen - So ist die aktuelle Lage
Aktualisiert:
von Christopher Schmitt:newstime
KI-System soll Waldbrände verhindern (19. August)
Videoclip • 01:40 Min • Ab 12
Die türkische Feuerwehr kämpft rund um die beliebte Touristenregion nahe Antalya gegen hartnäckige Waldbrände. Nun warnt auch das Auswärtige Amt. Vielerorts sind die Brände laut Behörden inzwischen unter Kontrolle.
In der südtürkischen Provinz Antalya, die sich unter Tourist:innen großer Beliebtheit erfreut, tobt ein dramatischer Kampf gegen die Flammen. Seit der Nacht auf Dienstag (8. September) kämpfen Hunderte Feuerwehrleute gegen starke Waldbrände, die sich über weitläufige Gebiete in den Bezirken Aksu und Kozan ausgebreitet hatten. Anhaltender Wind treibt die Feuer voran und erschwert die Löscharbeiten erheblich.
Die türkische Generaldirektion für Forstwirtschaft hat in ihrem Update vom Mittwochmorgen (9. September) mitgeteilt, dass in Aksu die Intensität des Brandes mittlerweile deutlich gesenkt worden sei. Die Löscharbeiten dauerten jedoch an.
Am Dienstag war zwischenzeitig auch in dem Bezirk Kumluca ein Brand ausgebrochen. Der türkischen Zeitung "Habertürk" zufolge haben die Einsatzkräfte die Flammen nunmehr unter Kontrolle.
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Klare Empfehlungen vom Auswärtigen Amt
"Die Waldbrandgefahr ist in großen Teilen der Türkei aufgrund der hohen Temperaturen und des wenigen Niederschlags zurzeit sehr hoch", warnt auch das Auswärtige Amt in einem Update zu den Reise- und Sicherheitshinweisen. "Durch wechselnde Windrichtungen können Brände sich schnell ausbreiten; bereits gelöschte Feuer können neu entfacht werden", heißt es weiter.
Es könne jederzeit kurzfristig zu Straßensperren sowie weiteren Beeinträchtigungen der Infrastruktur – inklusive der Sperrung touristischer Sehenswürdigkeiten – sowie Evakuierungen kommen. Dies gelte auch für Tourismusgebiete.
Das Auswärtige Amt empfiehlt, den Anweisungen lokaler Rettungs- und Sicherheitskräfte sowie Behörden Folge zu leisten. Informieren solle man sich neben lokalen Medien auch über das eigene Hotel sowie den Reiseveranstalter. Außerdem soll immer ein aufgeladenes Mobiltelefon mitgeführt werden.
Fünf Flugzeuge und über zehn Hubschrauber im Einsatz
Im Stadtteil Karaöz in Antalya war aus bislang ungeklärten Gründen ein Brand ausgebrochen, der sich rasant über Waldgebiete und landwirtschaftliche Flächen ausbreitete. Die Einsatzkräfte rückten mit einem massiven Aufgebot an: Mehr als 600 Feuerwehrleute, 110 Löschfahrzeuge, fünf Flugzeuge und über zehn Hubschrauber waren im Dauereinsatz. Seit Sonnenaufgang wird das Feuer auch aus der Luft bekämpft, nachdem die Einsatzkräfte die Nacht auf Dienstag hindurch mit Löschfahrzeugen und Baumaschinen gegen die Flammen vorgingen.
Das Ausmaß der Brände war beträchtlich: Die Flammen hatten sich über ein weitläufiges Gebiet rund um fünf Stadtteile ausgebreitet. Eine wichtige Umgehungsstraße zwischen Antalya und Isparta musste zunächst komplett gesperrt werden, konnte aber am Dienstagmorgen unter kontrollierten Bedingungen wieder für den Verkehr freigegeben werden.
Dramatische Szenen in Serik
Besonders dramatisch entwickelte sich die Lage im Bezirk Serik. Dort mussten mehrere Häuser evakuiert werden, während fünf Gebäude bereits von den Flammen erfasst wurden und unbewohnbar sind. Drei Menschen, die sich noch in einem brennenden Haus befanden, erlitten eine Rauchvergiftung und wurden ins Krankenhaus gebracht. Mittlerweile konnte dieser Brand unter Kontrolle gebracht werden.
Menschliches Versagen als Hauptursache
Die Türkei wird im Sommer regelmäßig von Waldbränden heimgesucht, die durch lange Trockenheit und starke Winde begünstigt werden. Cihan Erdönmez von der Universität Istanbul macht häufig unzureichend gewartete Stromleitungen, die durch die Wälder führen, als Auslöser aus. Forstminister Ibrahim Yumakli bezifferte die Dimension des Problems: Im Jahr 2025 habe es mehr als 5.000 Waldbrände in der Türkei gegeben – 96 Prozent davon seien direkt oder indirekt vom Menschen verursacht worden.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
Auswärtiges Amt: "Türkei: Reise- und Sicherheitshinweise"
Habertürk: "Kumluca'daki orman yangını kısmen kontrol altında"
Nachrichtenagentur dpa
X: Orman Genel Müdürlüğü
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