Küstenschutz

Schleswig-Holstein: 430 Kilometer Deichbeschau vor Sturmflutsaison

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

17:30 SAT.1 Hamburg und Schleswig-Holstein

Deichschau in Schleswig-Holstein: So steht es um den Küstenschutz im Norden

Videoclip • 02:03 Min • Ab 12


Alle Nordsee-Inseln und die Festlandküste von Schleswig-Holstein im Westen werden vor den Herbststürmen kontrolliert, ob dort die Deiche wehrhaft sind. Die Begutachtungen starten auf Amrun.

Die Deichgrafen kommen: In Schleswig-Holstein beginnen am Donnerstag (10. September) auf Amrum die jährlichen Herbstdeichschauen an der Westküste. Begutachtet werden in den nächsten Wochen die Deiche unter anderem auf den Inseln Amrum, Sylt, Föhr, Pellworm und Helgoland sowie in der Kremper Marsch und im Sönke-Nissen-Koog, wie der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) mitteilte. Die Deichschauen werden bis Ende Oktober abgeschlossen sein, meldet die Deutsche Presse-Agentur (dpa) weiter.

Dabei bewerten die Deichgrafen dem LKN zufolge gemeinsam mit den Behörden der Katastrophenabwehr und den Wasser- und Bodenverbänden die Sicherheit der Deiche vor Ort. Sie kontrollieren, ob die Deiche an der Nordsee den Herbst- und Winterstürmen trotzen können.

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Ein Viertel des Landes durch Sturmfluten gefährdet

Die Kontrolle ist gesetzlich festgelegt. Im Frühjahr gibt es sie an allen Küsten Schleswig-Holsteins, an der Nordseeküste und an der Elbe zusätzlich im Herbst. Im Frühjahr wird die Überprüfung durchgeführt, damit Schäden beseitigt werden können, die von Herbst- und Winterstürmen verursacht wurden.

In Schleswig-Holstein gibt es nach Angaben des Kieler Umweltministeriums gut 430 Kilometer Landesschutzdeiche. Zusammen sichern sie mehr als 95 Prozent der insgesamt rund 3.950 Quadratkilometer überflutungsgefährdeten Küstenniederungen. Etwa ein Viertel der Landesfläche Schleswig-Holsteins ist nach Ministeriumsangaben potenziell durch Sturmfluten gefährdet. Mehr als 330.000 Menschen leben in überflutungsgefährdeten Landesteilen. Betroffen sind zudem Sachwerte im Wert von rund 60 Milliarden Euro.


Verwendete Quelle:

Nachrichtenagentur dpa

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