In Nachbarländern

Südrussische Tarantel auf dem Vormarsch: So gefährlich ist die Riesenspinne wirklich

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

17:30 SAT.1 Hamburg und Schleswig-Holstein

Insektengift-Allergie: Wenn ein Stich lebensgefährlich wird (3. Juli)

Videoclip • 03:06 Min • Ab 12


Die größte Spinne Mitteleuropas wird jetzt besonders aktiv – die Südrussische Tarantel. In zwei Nachbarländern Deutschlands ist sie längst angekommen. Was tun, wenn man ihr plötzlich gegenübersteht?

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Südrussische Tarantel ist die größte Spinne Mitteleuropas – und breitet sich gerade in den Nachbarländern aus.

  • Sie ist bis zu vier Zentimeter groß und mit Gift bewaffnet.

  • So sollte man bei einer Begegnung reagieren.

Ein Rascheln in der dunklen Garage, eine Bewegung im Gebüsch am Gartenrand – wer in diesen Wochen in Österreich oder Tschechien unterwegs ist, sollte genauer hinschauen. Denn dort beginnt gerade laut der "Hessischen/Niedersächsischen Allgemeine" (HNA) die Hauptwanderzeit einer beeindruckenden Spinnenart: der Südrussischen Tarantel.

Giftiger Biss möglich

Mit bis zu vier Zentimetern Körperlänge und einer Beinspannweite von rund sieben Zentimetern gilt die Lycosa singoriensis als größte Spinne Mitteleuropas. Der Anblick wirkt auf viele einschüchternd, gefährlich sei das Tier für Menschen aber nicht, schreibt HNA. Zwar könne sie zubeißen und besitze auch Gift, doch Fachleute stuften den Biss als vergleichsweise harmlos ein – Schmerz und Wirkung ließen sich etwa mit einem Wespenstich vergleichen.

In Österreich sammelt der Naturschutzbund alle Fundmeldungen über die Plattform "naturbeobachtung.at" und bittet Bürger:innen, Sichtungen möglichst mit Foto, Datum und genauem Ort zu dokumentieren. In Deutschland wird laut HNA nicht mit einer Ausbreitung der Spinnenart in Deutschland gerechnet.

Auch in den News:

Auch Schwarzbäuchige Tarantel in Österreich gesichtet

Im Burgenland leben laut einem Bericht des österreichischen Mediums "Kurier" sogar zwei Taranteln-Arten: Neben der Südrussischen Tarantel komme dort auch die etwas kleinere Schwarzbäuchige Tarantel (Hogna radiata) vor, die bis zu zweieinhalb Zentimeter groß werde. Während die Südrussische Art eher im Nordburgenland anzutreffen sei, halte sich die Schwarzbäuchige Tarantel bevorzugt im Süden auf, erklärte Carolina Trcka-Rojas vom Naturschutzbund Österreich laut Kurier gegenüber dem ORF Burgenland. Beide Arten seien für Menschen völlig ungefährlich, informierte auch sie.



So gehst du vor, wenn du eine Tarantel siehst

Am wichtigsten für alle, die der Spinne begegnen: Ruhe bewahren. Wer eine Tarantel etwa in Garage, Garten oder Wohnung entdeckt, sollte sie laut Naturschutzbund keinesfalls töten oder verletzen. Stattdessen empfehlen Fachleute, das Tier vorsichtig mit einem Glas oder einem ähnlichen Gefäß einzufangen und behutsam wieder nach draußen zu bringen.

So lasse sich die ungewollte Begegnung stressfrei für Mensch und Spinne beenden. Wer den Fund zusätzlich dokumentieren möchte, kann ihn – idealerweise mit Foto, Datum und genauem Ort – bei naturbeobachtung.at melden und damit zur weiteren Erforschung der Ausbreitung beitragen.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.


Verwendete Quellen:

HNA: "Tarantel kriecht durch Deutschlands Nachbarländer: Größte Spinne Mitteleuropas breitet sich weiter aus"

Kurier: "Bis zu 4 cm groß: Diese Riesenspinne breitet sich jetzt bei uns aus"

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