Konflikt um Iran eskaliert

Mullah-Regime droht Trump mit WM-Chaos in den USA

Veröffentlicht:

von Nadine von Parseval

:newstime

Trotz Waffenruhe: USA greifen Iran an

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Die politische und militärische Eskalation zwischen den USA und dem Iran könnte nun auch den internationalen Fußball treffen. Nach neuen Angriffen amerikanischer Streitkräfte droht Teheran indirekt mit Konsequenzen rund um die Weltmeisterschaft 2026.

Das Wichtigste in Kürze

  • Iranische Staatsmedien warnen die USA vor einem "kostspieligen Fehler" rund um die Fußball-WM 2026.

  • Nach neuen US-Angriffen wächst die Sorge um Irans Teilnahme am Turnier.

  • Streitpunkt sind unter anderem Visa für Personen mit IRGC-Verbindungen.

Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran verschärfen sich weiter und könnten nun sogar Auswirkungen auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 haben. Iranische Staatsmedien warnten die Vereinigten Staaten zuletzt vor einem "hohen Risiko" im Zusammenhang mit dem Turnier, das in den USA, Kanada und Mexiko vom 11. Juni bis 19.Juli stattfindet. Hintergrund sind neue militärische Auseinandersetzungen zwischen Washington und Teheran.

Das regierungsnahe Medium "Nour News", das dem Obersten Nationalen Sicherheitsrat des Iran zugerechnet wird, veröffentlichte am Dienstag (26. Mai) eine deutliche Botschaft in mehreren Sprachen: "Wenn die #US darauf setzt, Öl zu kontrollieren und die Gaspreise vor dem #World_Cup zu senken, sollte sie wissen: gleichzeitiger militärischer Druck und Gespräche mit #Iran sind ein hohes Risiko", hieß es dort.

Weiter schrieb das Medium: "Jede Fehlkalkulation könnte [Präsident Donald] Trump zu einem Symbol eines kostspieligen, bitteren Fehlers machen, einer Erinnerung, die bei jeder Weltmeisterschaft wieder auflebt."

Iran: Neue Angriffe trotz Waffenstillstand

Die Warnungen aus Teheran folgten kurz nach erneuten US-Militärschlägen gegen iranische Ziele. Obwohl seit April offiziell ein fragiler Waffenstillstand gilt, griffen US-Streitkräfte erneut Stellungen im Süden des Iran an. Nach Angaben des US Central Command handelte es sich um "Selbstverteidigungsangriffe". Ziel seien Raketenstellungen sowie Schiffe gewesen, die Minen in strategisch wichtigen Gewässern platzieren wollten.

US-Medien berichten zudem, dass iranische Raketen auf amerikanische Flugzeuge abgefeuert worden seien. Daraufhin sollen die USA Abschussvorrichtungen nahe der Hafenstadt Bandar Abbas attackiert haben. Iranische Staatsmedien meldeten Explosionen entlang der Küstenregion rund um die Straße von Hormus. Die wichtige Schifffahrtsroute gilt seit Monaten als zentraler Streitpunkt in den Verhandlungen zwischen beiden Ländern.

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Unsicherheit um Irans WM-Teilnahme

Seit Beginn der militärischen Eskalation wird zunehmend über Irans Teilnahme an der Fußball-WM 2026 spekuliert. Das Turnier beginnt am 11. Juni 2026. Der Iran soll dabei Spiele in Los Angeles und Seattle austragen. US-Präsident Donald Trump hatte bereits im März erklärt, die iranische Nationalmannschaft sei grundsätzlich willkommen. Gleichzeitig machte er jedoch deutlich, dass das Team aus Sicherheitsgründen möglichst nicht dauerhaft in den USA bleiben solle.

Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum erklärte inzwischen, die iranische Mannschaft werde zwar zu ihren Spielen in die USA reisen, ihr Quartier jedoch in Mexiko beziehen. Nach Angaben von Fußballfunktionären soll das Team künftig im mexikanischen Tijuana stationiert werden.

Zusätzliche Spannungen gibt es wegen möglicher Visa-Beschränkungen. Der iranische Fußballverband hatte der FIFA laut Berichten mehrere Bedingungen für die Teilnahme genannt. Demnach fordert Teheran auch Einreisegenehmigungen für Delegationsmitglieder mit Verbindungen zu den Islamischen Revolutionsgarden (IRGC).

Die USA und Kanada stufen die IRGC allerdings als Terrororganisation ein. US-Außenminister Marco Rubio erklärte zuletzt, Personen mit entsprechenden Verbindungen dürften nicht in die Vereinigten Staaten einreisen. Viele der jüngsten Angriffe der USA und Israels richteten sich gezielt gegen Einrichtungen und Angehörige der Revolutionsgarden.

Auch in den News:

Verbandschef berichtet von Problemen

Auch Irans Fußballverbandschef Mehdi Taj berichtete bereits von Schwierigkeiten bei der Einreise. Nach eigenen Angaben sei er Ende April zunächst intensiv zu möglichen Verbindungen zu den Revolutionsgarden befragt worden, bevor eine Einreisegenehmigung für Kanada erteilt wurde. Letztlich habe sich die iranische Delegation dennoch entschieden, die Reise abzubrechen und umzukehren.


Verwendete Quellen:

Merkur.de: "Mullah-Regime warnt Trump vor "kostspieligem Fehler" und droht mit WM-Chaos"

Nachrichtenagentur dpa

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