Reinhard Grindel

Infantino auch von Ex-DFB-Boss Grindel angezählt: FIFA-Sitzung war "albern"

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von Christopher Schmitt

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EX-DFB-Präsident rechnet mit Infantino ab

Videoclip • 01:20 Min • Ab 12


Einst stand er an der Spitze des DFB, heute reiht er sich bei den Kritiker:innen von FIFA-Boss Gianni Infantino ein. Reinhard Grindel glaubt, dass es einen Gegenkandidaten geben wird.

Der Druck auf FIFA-Boss Gianni Infantino bleibt nach seinem gescheiterten Investorendeal und dem Widerstand aus Europa weiter hoch. Nun legt der ehemalige DFB-Präsident Reinhard Grindel nach. Grindel glaubt, dass Infantino nicht erneut als Präsident kandidiert.

"Ich kann mir nicht vorstellen, dass Gianni Infantino ohne Gegenkandidaten bleibt. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass er überhaupt bei der nächsten Wahl antritt", so Grindel in einem "T-Online"-Interview.

In Marokkos Hauptstadt Rabat wird am 18. März über die FIFA-Präsidentschaft abgestimmt. Bewerbungen können bis zum 18. November abgegeben werden. Vor kurzem brachte Ex-FIFA-Chef Sepp Blatter die norwegische Verbandspräsidentin als Infantino-Nachfolgerin ins Spiel.

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Auch FIFA-Generalsekretär in der Kritik

Von FIFA-Generalsekretär Mattias Grafström erwarte Grindel nicht, "dass er irgendetwas tut, was den ethischen Regeln des Fußballs entspricht". Zuletzt schien sich Grafström von Infantino zu distanzieren, dann demonstrierte die FIFA-Spitze jedoch wieder Einigkeit bei einer Sitzung in Rabat. Für Grindel sei das "alles albern". "Es war wieder ein typischer Schachzug von Infantino. Er bauscht eine Mitarbeitersitzung zur Krisensitzung auf, die völlig ohne sportpolitische Bedeutung ist."

Große Bedeutung misst der Ex-DFB-Präsident, der bis April 2019 drei Jahre lang im Amt war, hingegen dem Council des Weltverbandes zu, dem einst auch Grindel selbst angehörte. Hier fordert er eine umfassende Aufarbeitung bezüglich der ursprünglich geplanten und wieder verworfenen Tochtergesellschaft sowie wirtschaftlicher Deals. "Außerdem muss deutlich werden, dass das Vertrauensverhältnis zwischen Infantino und den großen Kontinentalverbänden derart gelitten hat, dass man sich nicht vorstellen kann, wie eine Zusammenarbeit in Zukunft aussehen soll."


Grindel trat auch wegen Uhr-Skandal zurück

Grindel saß früher für die CDU im Bundestag. Unter anderem trat er als DFB-Präsident zurück, nachdem bekanntgeworden war, dass er eine 6.000 Euro teure Uhr vom damaligen Verbandschef der Ukraine angenommen hatte.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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