"Traum geht in Erfüllung"

Konflikt um Grönland: Trump verkündet Deal

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

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Grönland: USA und Dänemark wohl einig

Videoclip • 01:30 Min • Ab 12


Der Aufschrei war groß, als US-Präsident Trump seine Ansprüche auf Grönland verkündete. Nun scheint sich der Knoten im Konflikt gelöst zu haben.

Das Wichtigste in Kürze:

  • US-Präsident Donald Trump hat eine Einigung mit Dänemark über die Zukunft von Grönland bekanntgegeben.

  • Die Kontrolle über die Sicherheit der Insel soll damit an Washington gehen.

  • Unterzeichnet ist das Abkommen noch nicht – es muss noch durchs Parlament.

Hat US-Präsident Donald Trump hoch gepokert, um am Ende einen Deal in der Mitte machen zu können? Mit seinen Ansprüchen auf die Arktisinsel Grönland hatte er einen Aufschrei in Europa und Empörung unter Verbündeten ausgelöst. Doch jetzt haben die USA, Dänemark und Grönland einen Durchbruch bekanntgegeben.

Nach Angaben von Trump haben sich die drei Länder auf eine dauerhafte Ausweitung ihrer Militärpräsenz auf der Insel geeinigt. Gegner der USA dürfen ohne Zustimmung Washingtons demnach keine sensiblen Investitionen mehr auf der Insel machen, erklärte Trump am Freitag (18. September) auf seiner Plattform Truth Social. Sie dürften auch keine Basis in Grönland errichten und keine militärische Präsenz dort haben. Die USA erhielten zudem dauerhafte Zugangs- und Überflugrechte. Diese Rechte würden im Falle einer Unabhängigkeit Grönlands weiter gelten.

Den Vereinigten Staaten entstünden durch die Vereinbarung keine Kosten, betonte Trump.

Zum Inhalt des Abkommens wurde von dänischer und grönländischer Seite nichts bekannt. Das dänische Ministerpräsidialamt teilte jedoch mit, die Vereinbarung werde die Sicherheit im Nordatlantik und in der Arktis stärken. Der grönländische Regierungschef Jens-Frederik Nielsen erklärte, der bevorstehende Deal wahre die Interessen Grönlands.

Auch in den News:

Abkommen noch nicht unterzeichnet

Trump zeigte sich mit der Vereinbarung sehr zufrieden: "Damit geht für die Vereinigten Staaten von Amerika ein Traum in Erfüllung", schrieb er auf Truth Social. Auch Grönlands Ministerpräsident Jens-Frederik Nielsen begrüßte die Einigung. Das Abkommen erkenne die Interessen Grönlands und den Platz der arktischen Insel in der internationalen Zusammenarbeit an, teilte er mit und fügte hinzu: "Das nützt uns allen."

Die Dänen und Grönländer ließen aber in einer gemeinsamen Mitteilung auch wissen: Das Abkommen sei noch gar nicht unterzeichnet. Erst in der kommenden Woche solle die Vereinbarung im Rahmen der UN-Generalversammlung in New York besiegelt werden. Danach müsse sie dann noch durchs Parlament, um in Kraft treten zu können.

Geht es auch um wertvolle Rohstoffe?

Auf der Insel hatten die Drohungen Trumps, Grönland zu übernehmen, einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Immer wieder stellten Grönland und auch Dänemark klar: Das Territorium steht nicht zum Verkauf. Nicht nur auf der Insel wurde vermutet, dass es Trump neben einer militärischen Kontrolle der Arktis auch um wertvolle Rohstoffe wie seltene Erden gehen könnte, die in Grönland unter dem Eis schlummern.

Die frühere dänische Kolonie ist inzwischen weitgehend autonom, gehört aber weiterhin zum Königreich Dänemark.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

Nachrichtenagentur Reuters

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