Zwölfjähriger schwer verletzt
Drei Attacken in zwei Tagen: Vermehrt Haiangriffe an Sydneys Stränden
Aktualisiert:
von Christopher Schmitt:newstime
Hai-Attacke vor Sydney: Surfer tot (6. September)
Videoclip • 01:30 Min • Ab 12
Drei Haiangriffe innerhalb von zwei Tagen beunruhigen Surfer:innen und Schwimmer:innen an Sydneys Stränden. Ein Zwölfjähriger kämpft um sein Leben.
Das Wichtigste in Kürze
Innerhalb von zwei Tagen kam es in Sydney zu drei Hai-Attacken.
Ein Mann wurde am Bein verletzt, ein Kind kam ohne Verletzung davon und ein Teenager kämpft ums Überleben.
Verantwortlich für die Angriffe sind voraussichtlich Bullenhaie.
In Sydney wächst nach einer erschreckenden Serie von Haiangriffen an den Stränden der australischen Metropole die Besorgnis. Innerhalb von nur zwei Tagen wurden bereits drei Hai-Attacken registriert, welche die Sicherheit an den beliebten Badestellen infrage stellen, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa).
Am frühen Montagabend (19. Januar, Ortszeit) wurde ein Mann am bekannten Manly Beach von einem Hai angegriffen und schwer am Bein verletzt. Nach Angaben des "Sydney Morning Herald" wurde das Opfer zunächst am Ufer von Notärzten versorgt. Ein Großaufgebot an Rettungskräften war im Einsatz, darunter mehrere Krankenwagen und ein Rettungshelikopter. Der Zustand des Mannes wird als kritisch beschrieben.
Kind bleibt wie durch ein Wunder unverletzt
Nur wenige Stunden zuvor kam es zu einem weiteren Vorfall in unmittelbarer Nähe: Am Dee Why Beach stieß mutmaßlich ein Hai einen elfjährigen Jungen von seinem Surfbrett. Das Kind blieb wie durch ein Wunder unverletzt, während der Raubfisch ein großes Stück aus dem Surfboard biss.
Der junge Surfer berichtete später der Zeitung "Manly Observer": "Ich war auf dem Surfbrett, als der Hai auftauchte und zubiss. Ich wurde vom Brett gerissen." Glücklicherweise erhielt er schnell Hilfe: "Einer der anderen Jungs kam zu mir und half mir, schnell wieder ans Ufer zu kommen." Nach Aussagen von Augenzeug:innen könnte ein Bullenhai für diesen Angriff verantwortlich sein.
Jugendlicher kämpft um sein Leben
Der dritte und möglicherweise schwerwiegendste Vorfall ereignete sich bereits am Sonntag (18. Januar). Ein zwölfjähriger Junge wurde nahe dem Strandabschnitt Shark Beach im Osten von Sydney von einem Hai angegriffen und erlitt schwere Verletzungen an beiden Beinen. Nach Berichten des Senders 9News kämpft der Jugendliche in einem Kinderkrankenhaus weiter um sein Leben.
Auch in diesem Fall vermuten die Behörden, dass ein Bullenhai für den Angriff verantwortlich sein könnte. Als Vorsichtsmaßnahme wurden die meisten Strände in der Region vorübergehend gesperrt.
Ideale Bedingungen für Bullenhaie
Expert:innen weisen darauf hin, dass die Aktivität von Bullenhaien in den wärmeren Monaten vor der Küste Sydneys generell zunimmt. Da in Australien derzeit Sommer ist, sind die Bedingungen für vermehrtes Hai-Aufkommen ohnehin günstig.
Durch den Klimawandel verlängert sich zudem die Zeit, in der Schwimmer:innen und Surfer:innen einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind, da steigende Wassertemperaturen die Tiere länger in Küstennähe halten. Weitere begünstigende Faktoren sind starke Regenfälle, die das Wasser trüben und ideale Jagdbedingungen für Bullenhaie schaffen.
Rund 20 Vorfälle mit Verletzten im Jahr
Nach offiziellen Daten aus dem Jahr 2025 kam es in Australien in den vergangenen zehn Jahren durchschnittlich zu rund 20 Hai-Zwischenfällen pro Jahr mit Verletzten. Im statistischen Mittel wurden dabei jährlich 2,8 Todesfälle registriert.
Erst im November 2025 wurde eine Schweizerin ebenfalls an der australischen Ostküste wahrscheinlich von einem Bullenhai tödlich verletzt. Im September starb zudem ein Surfer in einem Vorort von Sydney bei einem Haiangriff.
Auch in den News:
Drei Haiarten potenziell gefährlich
Für den Menschen sind nach dpa-Informationen vor allem drei in der Region heimische Haiarten potenziell gefährlich: Tigerhaie, Bullenhaie und Weiße Haie. Die aktuelle Häufung von Angriffen, insbesondere durch vermutete Bullenhaie, gibt Anlass zur Sorge für Badegäste und Wassersportler:innen in der Region.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen
Nachrichtenagentur dpa
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