Treffen von Wirtschaft und Politik
Zölle, Sicherheitsgarantien, Donald Trump: Darum geht es beim Weltwirtschaftsforum in Davos
Veröffentlicht:
von Jana Wejkum:newstime
Weltwirtschaftsforum in Davos startet
Videoclip • 28 Sek • Ab 12
Das Weltwirtschaftsforum gilt als eines der wichtigsten Treffen von Politik, Wirtschaft und NGOs weltweit. Das ist in diesem Jahr wichtig.
Das Wichtigste in Kürze
Das Weltwirtschaftsforum (WEF) findet vom 19. bis 23. Januar in Davos statt: Es gilt als eines der wichtigsten politischen und wirtschaftlichen Treffen der Welt.
Mit Spannung wird die Ankunft der US-Delegation erwartet: US-Präsident Trump will persönlich in Davos eine Rede halten.
Auch die Lösung der Ukraine-Krise könnte ein wichtiges Thema werden: Präsident Selenskyj wird ebenfalls vor Ort erwartet.
Das 56. Treffen des Weltwirtschaftsforums, kurz WEF, hat traditionell ein hochgestecktes Ziel: "Den Zustand der Welt verbessern". Das ist aber gar nicht so einfach, bedenkt man die zahlreichen Kriege und Konflikte, Zölle und Handelssanktionen, die momentan die internationale Zusammenarbeit belasten. Worum es beim Weltwirtschaftsforum vom 19. bis 23. Januar geht und wessen Auftritte mit Spannung erwartet werden.
Was ist das Weltwirtschaftsforum?
Das WEF ist eine seit 1971 bestehende Stiftung, die vom deutschen Wirtschaftswissenschaftler Klaus Schwab gegründet wurde. Er wird nach Vorwürfen wegen finanziellen und ethischen Fehlverhaltens in diesem Jahr aber nicht mehr selbst dabei sein. Finanziert wird das Forum durch Mitgliedsbeiträge von Unternehmen und öffentliche Zuschüsse. Das jährliche Treffen findet abgelegen in den Schweizer Alpen statt.
Warum ist das Weltwirtschaftsforum wichtig?
In Davos überlegen die Teilnehmenden offiziell, wie sie gemeinsam weltweiten Krisen – etwa dem Klimawandel oder sozialer Ungleichheit – begegnen können. Am Rande geht es um Geschäfte; große Firmen wie Google, Microsoft, Palantir oder Nvidia haben in Davos ihr Lager aufgeschlagen. Politiker:innen nutzen das Treffen, um in informellem Rahmen wichtige Themen zu besprechen. Immer wieder werden dabei bedeutende Durchbrüche erzielt.
Allerdings hat sich der Fokus in den vergangenen Jahren auf die Münchner Sicherheitskonferenz verschoben. In diesem Jahr rückt das WEF gerade in Bezug auf aktuelle Konflikte wieder mehr ins Rampenlicht. Unter den 64 Staats- und Regierungschef:innen sind sechs der sieben G7-Staaten anwesend.
Was sind die wichtigsten Gäste und Themen?
Mit Spannung erwartet wird die Rede des US-Präsidenten Donald Trump am Mittwoch (21. Januar). Er will anders, als im letzten Jahr, persönlich da sein. Mit dabei sind sein Außenminister Marco Rubio, Finanzminister Scott Bessent und der Sondergesandte Steve Witkoff.
Im Fokus des Treffens steht die Sorge um das transatlantische Verhältnis. Trumps Grönland Ambitionen und die damit zusammenhängenden Strafzoll-Drohungen dürften Thema seiner Rede sein.
Nach Davos reist auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, wobei noch unklar ist, ob er auch auf der Bühne stehen wird. Er könnte unter anderem mit Trump am Rande des Treffens über die Sicherheitsgarantien der USA sprechen. Nicht zu erwarten sind hingegen Politiker:innen aus Russland, denn diese sind seit Jahren nicht mehr in Davos willkommen.
Aus dem Nahen Osten kommen der israelische Staatspräsident Izchak Herzog, aus Syrien wird Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa erwartet. Die Teilnahme des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi wurde angesichts der blutigen Unruhen im Iran abgesagt.
Nehmen auch Deutschland und die EU am Treffen teil?
Aus Deutschland kommt Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Er will am Donnerstag (22. Januar) eine Rede halten. Mit ihm reisen Umweltminister Carsten Schneider (SPD), Forschungsministerin Dorothee Bär (CSU), Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) und Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD). Letzterer wird voraussichtlich lediglich hinter den Kulissen Gespräche führen. Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nimmt an dem Treffen teil.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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