Tragischer Fund
Toter Säugling in Leipziger Babyklappe: Ermittler prüfen Todesursache
Veröffentlicht:
von Jacqueline BittlToter Säugling in Babyklappe in Leipzig entdeckt. (Symbolbild)
Bild: Robert Michael/dpa
In Leipzig wird ein totes Neugeborenes in einer Babyklappe entdeckt. Ermittler:innen stehen vor vielen offenen Fragen – und prüfen nun, was vor dem Ablegen des Kindes geschah.
Ein tragischer Fund erschüttert Leipzig: Wie Polizei und Staatsanwaltschaft Leipzig mitteilten, wurde am 27. Februar ein toter Säugling in der Babyklappe des Klinikums St. Georg entdeckt. Die Behörden hätten daraufhin ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet, um die genauen Umstände zu klären.
Nach aktuellem Stand der Ermittlungen habe es keine Hinweise auf sichtbare äußere Gewalteinwirkung gegeben, erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Der Junge sei nach bisherigen Erkenntnissen bereits tot gewesen, als er in der Babyklappe abgelegt wurde. Ob das Kind lebend zur Welt gekommen ist, müssten jedoch weitere rechtsmedizinische Untersuchungen zeigen. Genau diese Frage steht nun im Zentrum der Ermittlungen.
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Das Klinikum St. Georg betreibt nach eigenen Angaben die einzige Babyklappe in Leipzig. Sie wurde im Jahr 2004 eingerichtet worden, seither seien dort rund 30 Kinder anonym abgelegt worden. Laut einer Kliniksprecherin handelt es sich jedoch um den ersten bekannten Fall, bei dem ein totes Baby gefunden worden sei.
Grundsätzlich dienen Babyklappen dazu, Neugeborenen in akuten Notsituationen einen geschützten Zugang zu medizinischer Versorgung zu ermöglichen. Nach Angaben des Klinikums löst das Öffnen der Klappe automatisch einen Alarm aus, woraufhin innerhalb weniger Minuten eine medizinische Person vor Ort sei. Die Klappe verfüge über ein beheiztes Bettchen sowie über mehrsprachige Identifikationskarten. Die Person, die das Kind ablege, werde dabei bewusst nicht gefilmt.
Ziel der Ermittlungen ist es, die Todesursache zweifelsfrei festzustellen und mögliche Hintergründe aufzuklären, in der Hoffnung, Antworten auf einen Fall zu finden, der viele Fragen und Betroffenheit hinterlässt.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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