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Dax fällt deutlich: Trumps Zolldrohungen drücken auf die Kurse

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von dpa

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Zollstreit wegen Grönland

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Die neue Ankündigung von Zöllen durch die USA zeigt deutliche Auswirkungen auf die Börse: Der deutsche Leitindex fiel zum Wochenstart ab.

Zollsorgen im Streit um Grönland haben den Wochenstart am deutschen Aktienmarkt verhagelt. Der Dax rutschte zurück unter die runde Marke von 25.000 Punkten.

US-Präsident Donald Trump hatte am Wochenende wegen des Grönland-Streits angekündigt, dass für acht Länder aus Europa ab dem 1. Februar Strafzölle von 10 Prozent gelten sollen, ab dem 1. Juni Zölle dann sogar von 25 Prozent.

Der deutsche Leitindex sank daraufhin in den ersten Handelsminuten um bis zu 1,5 Prozent auf rund 24.919 Punkte. Für die Vorwoche insgesamt hatte der Dax nur ein kleines Plus behauptet, nachdem er zwischenzeitlich mit einer Bestmarke von 25.507 Punkten an seine Rekordrally vom Jahresauftakt angeknüpft hatte.

Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte sank zum Handelsstart um 1,4 Prozent auf 24.447 Punkte, während der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sogar 1,6 Prozent verlor. Er hatte in der Vorwoche ebenfalls Rekorde erzielt.

Die US-Zölle sollen gelten, bis ein Abkommen über den Kauf Grönlands durch die USA erzielt werde. Betroffen von den Zöllen sind acht europäische NATO-Länder, darunter auch Deutschland. EU-Ratspräsident António Costa wird nun einen EU-Sondergipfel einberufen.

"Noch ist es Rhetorik. Noch bleiben zwei Wochen Zeit für Verhandlungen", kommentierte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Es drohe aber eine noch nie dagewesene Spirale aus Zöllen, Gegenzöllen und weiteren Maßnahmen.

Anders als in früheren Fällen, werde die Europäische Union diesmal wohl nicht klein beigeben, vermutet Altmann. Der Höhenflug am Aktienmarkt sei jedenfalls zunächst vorbei, auch wenn der Rückschlag zunächst überschaubar bleibe.

Deutliche Kursgewinne gab es mit sieben Prozent gegen den schwachen Markttrend bei Bayer nach guten Nachrichten aus den USA. Worauf die Anleger:innen spätestens seit Anfang Dezember 2025 gehofft haben, ist eingetreten: Der Oberste Gerichtshof der USA hat am späten Freitagabend (16. Januar) den Glyphosat-Fall "Durnell" zur Prüfung angenommen. Damit steigen die Aussichten auf ein Grundsatzurteil im jahrelangen, belastenden Rechtsstreit um den Unkrautvernichter.

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