Verschwundenes Mädchen
Fall Maddie McCann: Verdächtiger Christian B. war in der Nacht des Verschwindens keine 140 Meter entfernt
Veröffentlicht:
von Christopher Schmitt:newstime
Verdächtiger im Fall Maddie wieder auf freiem Fuß (17. September 2025)
Videoclip • 01:09 Min • Ab 12
Der Hauptverdächtige im Fall Maddie McCann streitet jede Beteiligung am Verschwinden des Mädchens ab. Nun hat er erstmals zugegeben, in der Nacht ihres Verschwindens in der Nähe gewesen zu sein.
Das Wichtigste in Kürze
In einem Interview hat der Hauptverdächtige im Fall Maddie McCann zugegeben, sich zum Zeitpunkt ihres Verschwindens in unmittelbarer Nähe befunden zu haben.
Christian B. hat seiner eigenen Aussage nach am Strand Drogen verkauft.
Er sei sogar dreimal mit seinem Transporter angehalten worden – jedoch seien die Drogen nicht gefunden worden.
Bislang hatte sich Christian B. geweigert, über seinen Aufenthaltsort an dem Tag, an dem Maddie McCann verschwand, zu sprechen – nun hat er sein Schweigen gebrochen. In jener Nacht befand sich der Hauptverdächtige im Fall um das vermisste Mädchen nur knapp 150 Yards (etwa 137 Meter) entfernt von der Ferienwohnung ihrer Familie im portugiesischen Ocean Club Resort in Praia da Luz. Dies gab der wegen Vergewaltigung und Pädophilie verurteilte Deutsche im Interview mit der britischen "Mail on Sunday" zu.
"Ich war am Strand, nicht weit von Maddies Hotel entfernt, und habe Drogen verkauft", gab der Hauptverdächtige an. Er sei zuvor in Spanien gewesen und habe Cannabis "nach Portugal geschmuggelt". Der Mann hatte stets bestritten, mit dem Verschwinden der damals Dreijährigen in Verbindung zu stehen. Zu seinem Aufenthaltsort habe er nach eigener Aussage lange geschwiegen, weil die Polizei ihn im Fall Maddie framen wolle.
Auch in den News:
Christian B.: Dreimal von der Polizei gestoppt
Weiter erklärte Christian B., er sei dreimal von der Polizei angehalten worden. Die Behörden befanden sich auf der Suche nach Maddie. Allerdings hätten sie seinen Transporter jeweils ohne Durchsuchung gewähren lassen. "Zum Glück haben sie die Drogen nicht gefunden. Mein Transporter war voll davon", sagte er der "Mail on Sunday". Er habe nur "raus hier" gedacht und sich schnell entfernt. Überall hätten Blaulichter geblinkt, es habe Kontrollpunkte der Polizei gegeben.
Die "Daily Mail" zitiert eine der Familie McCann nahestehende Quelle wie folgt: Wenn das, was Christian B. sagt, der Wahrheit entspreche, stelle sich die Frage, "wie es hätte kommen können, wenn die portugiesische Polizei ihn nicht hätte entkommen lassen".
Maddies Schicksal ist bislang ungeklärt
Als Madeleine McCann 2007 verschwand, waren ihre Eltern Kate und Gerry in einem nahegelegenen Restaurant essen. Trotz jahrelanger Ermittlungen sowie großer medialer Aufmerksamkeit ist das Schicksal des Mädchens bis heute ungeklärt. Während Scotland Yard den Fall nach wie vor als Vermisstenfall behandelt, geht die deutsche Staatsanwaltschaft von einer Tötung des Mädchens aus.
Verwendete Quellen:
Daily Mail: "Madeleine McCann prime suspect Christian Brueckner admits he was just 150 yards from her family's holiday apartment on night she vanished"
Nachrichtenagentur dpa
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