Naturkatastrophe

Rettungseinsatz nach schwerem Erdbeben in Tibet – mindestens 16 Tote

Veröffentlicht:

von Christopher Schmitt

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Schweres Erdbeben erschüttert Tibet

Videoclip • 34 Sek • Ab 12


Im Erdbebengebiet in Tibet suchen Rettungskräfte weiter nach Toten und Verletzten. Die Autonome Region in China wird nach der schweren Sturzflut im Spätsommer erneut hart getroffen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Mindestens 16 Menschen sind bei einem schweren Erdbeben in Tibet ums Leben gekommen.

  • Mit einer Stärke von 7,0 war das Beben in der Autonomen Region das heftigste in China im laufenden Jahr.

  • Der Rettungseinsatz läuft auf Hochtouren, die Regierung hat zahlreiche Rettungskräfte entsandt.

Nach dem schweren Erdbeben in Tibet in der Nacht auf Freitag (23. Oktober), bei dem mindestens 16 Menschen ihr Leben verloren haben, läuft der Rettungseinsatz auf Hochtouren. Laut chinesischen Staatsmedien zählen die Behörden mittlerweile 76 Verletzte, nachdem am Vortag noch von 32 ausgegangen wurde.

Mit einer Stärke von 7,0 ist das Beben in der Autonomen Region das schwerste des laufenden Jahres in China. Es entstand in einer Tiefe von 10 Kilometern. In der Region ist es seitdem bereits zu mehreren Nachbeben gekommen.

Über 330 beschädigte Häuser sowie 20 kaputte Ställe wurden von Seiten der Rettungskräfte gezählt, berichtete das Staatsfernsehen. Außerdem zeigen Drohnenaufnahmen, dass in kleineren Siedlungen Gebäude eingestürzt sind.

Auch in den News:

Xi: Zahl der Toten so gering wie möglich halten

Insgesamt waren demnach Tausende Helfer:innen verschiedener Behörden im Einsatz. Von Seiten der Regierung wurden den Angaben zufolge 350 Rettungskräfte der Feuerwehr sowie 83 Fahrzeuge entsandt. Auch Chinas Staatschef Xi Jinping äußerte sich laut der Nachrichtenagentur Xinjua zur Naturkatastrophe. Demnach gelte es, die Such- und Rettungsmaßnahmen mit aller Kraft voranzutreiben, die Verletzten medizinisch zu versorgen und die Zahl der Toten und Verletzten so gering wie möglich zu halten.

Zahlreiche Kräfte der Feuerwehr sollen helfen, weitere Menschen unter Trümmern zu finden.

Bild: Uncredited/XinHua/dpa


Aufnahmen: Menschen flüchten, Regale wackeln

Auf chinesischen Social-Media-Accounts waren Bilder von Überwachungskameras zu sehen, die wackelnde Supermarkt-Regale sowie zitternde Deckenlampen in Wohnungen zeigten. Auch das chinesische Staatsfernsehen sendete Bilder davon, wie infolge der bebenden Erde panische Menschen aus einem Restaurant flüchten.

Region anfällig für Naturkatastrophen

Die betroffene Gegend im Himalaya gilt als dünn besiedelt. Offiziellen Angaben zufolge befindet sich das Gebiet im Bereich des Epizentrums auf 4.800 Metern Höhe – am Freitag erwarten Meteorologen Schneefall. Rund 180 Kilometer von der betroffenen Region entfernt liegt die nächstgrößere Stadt Nagqu. Etwa 400 Kilometer entfernt befindet sich die Hauptstadt Tibets, Lhasa.

In Tibet und dem Südwesten Chinas sowie in Nepal und Nordindien sind Erdbeben keine Seltenheit. Hier kollidieren die indische und doe eurasischen Platte, was seismische Aktivitäten begünstigt.

Erst im August wurde die Region zudem von einer Sturzflut heimgesucht.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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