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Sonnen GmbH insolvent: Was die Pleite für 150.000 Kund:innen bedeutet

Veröffentlicht:

von Joachim Vonderthann

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Insolvenz: Was bedeutet das für Unternehmen?

Videoclip • 01:15 Min • Ab 12


Der Batteriespeicher-Hersteller Sonnen aus dem Allgäu hat Insolvenz angemeldet. Für Kund:innen sollen Service und laufende Verträge zunächst weiterlaufen – dennoch sollten sie wichtige Unterlagen jetzt sichern und Garantieansprüche prüfen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Sonnen GmbH aus Wildpoldsried hat Insolvenz angemeldet.

  • Für mehr als 150.000 Kund:innen sollen Service und Bestandskundengeschäft zunächst weiterlaufen.

  • Dennoch sollten einige Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden.

Der Speicher-Pionier Sonnen GmbH aus Wildpoldsried im Allgäu ist insolvent. Den Antrag stellte das Unternehmen am 22. Oktober. Nach Angaben der "Allgäuer Zeitung" wurden die rund 400 Beschäftigten am Standort Wildpoldsried am selben Tag über die Entwicklung informiert. Sonnen stellt intelligente Strom- und Batteriespeicher für Privathaushalte und Gewerbe her.

Die Insolvenz kommt nur wenige Monate nach einem Eigentümerwechsel: Der britische Energiekonzern Shell hatte Sonnen im Sommer an den Investor Tiven verkauft. Die wirtschaftlichen Probleme bestanden jedoch offenbar schon länger. Der Umsatz des Unternehmens war dem Bericht zufolge von 263 Millionen Euro im Jahr 2023 auf rund 78 Millionen Euro im Jahr 2024 eingebrochen.

Der Speicher-Hersteller Sonnen GmbH aus dem Allgäu musste Insolvenz anmelden. Betroffene Kund:innen sollten tätig werden.

Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa


Speicher-Pionier Sonnen insolvent - wie geht es weiter?

Für die mehr als 150.000 Kund:innen gibt es zunächst eine wichtige Nachricht: Das Bestandskundengeschäft und der Service sollen nach den vorliegenden Informationen vorerst fortgeführt werden. Wer einen Batteriespeicher oder eine Solaranlage von Sonnen nutzt, muss deshalb nicht unmittelbar mit einer Abschaltung rechnen.

Auch Kund:innen mit einem Sonnen-Stromtarif oder einer Beteiligung an einem virtuellen Kraftwerk sollten keine vorschnellen Entscheidungen treffen, wie T-Online berichtet. Die Insolvenz allein schaffe kein Sonderkündigungsrecht, vereinbarte Vertragsfristen gelten zunächst weiter. Sollte die Strombelieferung später tatsächlich enden, übernimmt im Notfall der örtliche Grundversorger die Versorgung.

Diese Unterlagen sollten Sonnen-Kund:innen sichern

Betroffene sollten jetzt alle relevanten Dokumente zusammentragen und sicher aufbewahren. Dazu gehören Kaufverträge, Rechnungen, Zahlungsnachweise, Garantieunterlagen sowie Wartungs- und Serviceprotokolle. Bestehende Mängel sollten Kund:innen dem Bericht nach mit Fotos, einer genauen Beschreibung und dem Datum dokumentieren.

Besonders wichtig ist der Unterschied zwischen Gewährleistung und Garantie. Die gesetzliche Gewährleistung für neue Waren liegt in der Regel beim Verkäufer oder beim Installationsbetrieb – und besteht grundsätzlich auch bei einer Insolvenz weiter. Ist Sonnen selbst der Vertragspartner für die Gewährleistung, müssen Ansprüche beim Insolvenzverwalter angemeldet werden. Garantien sind dagegen freiwillige Zusagen; ob sie im Insolvenzfall erfüllt werden, hängt vom jeweiligen Vertrag und weiteren Umständen ab.


Bei offenen Bestellungen aktiv nachfragen

Wer eine Anlage, eine Wallbox oder einen Speicher bestellt und noch nicht erhalten hat, sollte sich direkt an Sonnen sowie gegebenenfalls an den Insolvenzverwalter wenden. Dabei sollte geklärt werden, ob die Bestellung noch geliefert wird. Nach Möglichkeit sollten Kund:innen keine weiteren Vorauszahlungen leisten, solange die Lage nicht geklärt ist.

Weitere Details zum Verfahren und zu möglichen Änderungen bei einzelnen Gesellschaften stehen noch aus. Nach Angaben der Allgäuer Zeitung sollen Teile des Unternehmens abgewickelt werden, für andere Gesellschaften komme eine Insolvenz in Eigenverwaltung infrage. Kund:innen sollten daher auf offizielle Schreiben achten und bei Unsicherheiten eine Verbraucherzentrale oder rechtliche Beratung kontaktieren.

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Verwendete Quellen:

Allgäuer Zeitung: "Allgäuer Speicher-Hersteller 'Sonnen' meldet Insolvenz an"

T-Online: "Diese Unterlagen sollten betroffene Kunden jetzt sofort sichern"

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