Probleme der Branche
Warum sich Rückrufe von E-Autos häufen
Veröffentlicht:
von Michael Reimers:newstime
VW: Rückruf-Aktion von ID-Modellen
Videoclip • 34 Sek • Ab 12
Hersteller von Elektroautos und Plug-in-Hybriden müssen immer öfter ihre Fahrzeuge in die Werkstätten zurückbeordern. Meist handelt es sich um Probleme mit den Batterien.
Das Wichtigste in Kürze
Es gibt immer öfter Rückrufe von Elektroautos.
Der VW-Konzern ist allein 2026 schon zweimal betroffen.
Es handelt sich um ein weltweites Problem der Autobranche.
Es ist längst kein Einzelfall mehr: Volkswagen hat am Dienstag (20. Oktober) erneut einen Rückruf für E-Autos wegen fehlerhafter Batterien gestartet. Dieses Mal sind 72.700 Halter:innen von elektrischen VW- oder Cupra-Modellen betroffen, allein in Deutschland rund 10.000.
Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) weiter meldet, gab es im März 2026 schon einmal einen Rückruf für E-Autos von VW: Er galt weltweit für 90.000 Elektrofahrzeuge, davon 28.000 in Deutschland. Beim aktuellen Rückruf sind größtenteils die VW-Modelle ID.3, ID.4, ID.7 und ID. Buzz betroffen sowie der Cupra Born.
Brandgefahr von Elektrobatterien: Ein Systemproblem?
VW steht mit dem Problem vermehrter Rückrufe nicht allein dar. Immer wieder müssen Autohersteller Elektroautos und Plug-in-Hybride wegen Problemen mit ihren Hochvoltbatterien in die Werkstätten beordern, meldet "T-Online". Es zeichne sich eine neue Kategorie von Rückrufen ab, bei der die Hersteller vor besonderen technischen Herausforderungen stehen.
Bei Volkswagen sind es möglicherweise fehlerhafte Batteriezellen der Grund für den neuerlichen Rückruf, die im Extremfall überhitzen und einen Brand verursachen könnten.
Rückrufe auch bei General Motors und Stellantis
Eines der bekanntesten Beispiele sei das von General Motors im Jahr 2021, heißt es weiter. Der US-Konzern musste dem Bericht zufolge damals für Milliarden US-Dollar weltweit rund 140.000 Chevreolet Bolt wegen möglicher Batteriebrände zurückrufen. Es bestand die Gefahr eines Kurzschlusses, weshalb die Batteriemodule ausgetauscht wurden.
Auch Stellantis rief Ende 2025 in den USA mehr als 300.000 Plug-in-Hybride der Marken Jeep Wrangler und Grand Cherokee in die Werkstätten: wegen möglicher Schäden am Separator der Batteriezellen. Bei Ford umfasste ein Rückruf im Frühjahr wegen möglicher interner Kurzschlüsse in der Hochvoltbatterie weltweit rund 242.000 Plug-in-Hybride vom Typ Kuga.
Auch in den News:
Das ist der Grund für den aktuellen VW-Rückruf
Bei VW hatten interne Qualitätsprüfungen ergeben, dass einzelne Hochvolt-Batteriezellen bei bestimmten Fahrzeugen nicht den Qualitätsanforderungen entsprechen. Grund dafür seien Produktionsfehler bei Zulieferern. "In seltenen Fällen kann dies zu einer erhöhten thermischen Belastung dieser Batterien führen, im Extremfall könnte ein Brand entstehen", heißt es bei dpa.
Betroffen sind Fahrzeuge, die zwischen 2022 und 2025 gebaut wurden. Von dem Fehler betroffene Batteriemodule müssen nach Angaben eines VW-Sprechers nicht zwangsläufig getauscht werden, möglicherweise genüge ein Software-Update.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
t-online.de: "Probleme mit den Batterien: Das steckt hinter den immer häufigeren E-Auto-Rückrufen"
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