Zehntausende Daten

Cyberangriff auf Uni-Kliniken – sensible Daten entwendet

Veröffentlicht:

von dpa

:newstime

Jeder 10. Opfer von Cyberkriminalität (12. Mai)

Videoclip • 27 Sek • Ab 12


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Nach dem Hackerangriff auf Uni-Kliniken im Südwesten sind sensible Daten von mehr als 72.000 Privatpatient:innen und Selbstzahler:innen geklaut worden. Die Folgen sind unklar.

Nach einem massiven Cyberangriff auf vier Uni-Kliniken in Baden-Württemberg hat der dabei attackierte externe Dienstleister Unimed sein Bedauern ausgedrückt. Man nehme den Vorfall sehr ernst und sei sich möglicher Auswirkungen auf Kund:innen und Patient:innen bewusst, teilte das Unternehmen mit Sitz im Saarland mit.

Schon kurz nach der Attacke Mitte April sei der Unimed-Abrechnungsservice wieder uneingeschränkt arbeitsfähig gewesen. Ob es einen Erpressungsversuch seitens der Hacker:innen gegeben hatte, sagte der Sprecher nicht.

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Attacke nur zum Teil erfolgreich

Man gehe davon aus, dass die Angreifer:innen eigentlich die komplette Verschlüsselung des Systems vorhatten. Das habe nicht verwirklicht werden können. Bevor die Angreifer:innen abgewehrt werden konnten, seien die Daten jedoch abgeflossen. Betroffen sind Angaben eines Unimed-Sprechers zufolge ausschließlich Privatpatient:innen und Selbstzahler:innen.

Über die Cyberattacke hatten die betroffenen Uni-Kliniken Freiburg, Ulm, Heidelberg und Tübingen am Donnerstag (21. Mai) informiert. Demzufolge waren mehr als 72.000 Patientendaten entwendet worden.

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Unklar, ob weitere Kliniken in Deutschland betroffen

Am stärksten war die Uni-Klinik Freiburg betroffen, wo Stammdaten von rund 54.000 Menschen mit Name, Geburtsdatum und Adresse gestohlen und in rund 900 Fällen auch Rechnungsdaten entwendet wurden. Daraus können Informationen zu Diagnose und Behandlungsart hervorgehen. In Heidelberg wurden rund 11.000 Daten gestohlen. Ulm und Tübingen kamen glimpflicher davon.

Unimed rechnet nach Worten des Sprechers bundesweit für Kliniken Leistungen bei Patient:innen mit privater oder wahlärztlicher Leistung ab. Ob auch andere Kliniken in Deutschland vom Datenklau betroffen waren, wollte der Sprecher nicht kommentieren.

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