Windgeschwindigkeiten von 270 km/h
Zyklon "Narelle" sorgt in Australien für Lebensgefahr
Veröffentlicht:
von Jana WejkumVor der Ankunft des Zyklons wurde befürchtet, dass er die höchste Stufe fünf erreichen könnte. (Archivbild)
Bild: Große Wellen brechen an der Gold Coast.
Die Nordküste des australischen Bundesstaats Queensland hat durch den Tropensturm teils schwere Verwüstungen erlitten. Doch obwohl der Zyklon schwächer wird, droht am Samstag erneut eine Katastrophe.
Das Wichtigste in Kürze
Schwere Schäden: Der Zyklon "Narelle" traf mit Windgeschwindigkeiten von bis 270 km/h auf die Küste des australischen Bundesstaats Queensland.
Behörden warnen vor anhaltender Lebensgefahr durch Wind und Sturmfluten – Todesopfer wurden aber noch nicht gemeldet.
Am Samstag (21. März) könnte "Narelle" in der angrenzenden Region Katherine für schwere Überschwemmungen sorgen.
Der Tropensturm "Narelle" hat in Australien am Freitagmorgen (20. März, Ortszeit) die Nordküste von Queensland erreicht. Der Zyklon der zweithöchsten Kategorie vier hat in der Region teils schwere Schäden verursacht.
Noch am Donnerstag (19. März) war befürchtet worden, dass "Narelle" die höchste Kategorie fünf mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 300 Kilometern pro Stunde beibehalten könnte. Als er auf Land traf, erreichten die Böen immer noch bis zu 270 km/h.
Behörden: "Wiegen Sie sich nicht in falscher Sicherheit"
Um Anwohner:innen zu warnen, war die Polizei im Vorfeld teils von Tür zu Tür gegangen. Schulen wurden geschlossen und Bewohner:innen besonders gefährdeter Gebiete wurden zur Evakuierung aufgerufen.
Gegenüber dem Sender ABC berichteten Augenzeug:innen von umgestürzten Bäumen, abgedeckten Dächern und ersten Stromausfällen. Die Behörden befürchten teils schwere Überschwemmungen durch massive Niederschläge.
"Wiegen Sie sich nicht in falscher Sicherheit, wenn das Auge des Sturms über Sie hinweggezogen ist", sagte Chris Stream, Katastrophenschutzkoordinator des Bundesstaates Queensland. Er warnte vor "anhaltender Lebensgefahr". Berichte über Todesopfer gab es bislang aber nicht.
Selbst 600 Kilometer vom Zentrum des Zyklons entfernt hatte das Extremwetter Auswirkungen auf die Küstenstadt Cairns. Sturmfluten sorgten dort dafür, dass Strände teilweise weggespült wurden und Straßen unter Wasser standen.
Auch in den News:
Region Katherine droht erneute Überschwemmung
Zwar hat sich "Narelle" an Land bereits abgeschwächt und gilt mittlerweile als Sturm der Kategorie drei – im angrenzenden Northern Territory ist die Lage trotzdem angespannt. Bis Samstag (21. März) könnte der Sturm erneut stärker werden, bevor er wieder an Land trifft.
Die Region Katherine hatte erst vor zwei Wochen schwere Überschwemmungen erlebt, bei denen hunderte Menschen ihr Zuhause verlassen mussten. Nun gilt erneut eine Hochwasserwarnung. Die Böden, so die Befürchtung, können kaum noch weiteren Regen aufnehmen.
Es werde jetzt zur Entlastung des Krankenhauses ein Feldlazarett aufgebaut. "Die Menschen hier haben schon viel durchgemacht und werden noch viel mehr durchmachen müssen", sagte Len Notaras vom australischen Nationalen Zentrum für Intensivmedizin.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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