Spektakulärer Raub

Sparkassen-Einbruch in Gelsenkirchen: Erste Kunden erhalten Wertsachen zurück

Veröffentlicht:

von dpa

:newstime

Filmreifer Einbruch in Gelsenkirchen (29. Dezember)

Videoclip • 01:46 Min • Ab 12


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Nach dem Millionen-Einbruch Ende Dezember in einer Sparkasse haben nun erste Kund:innen ihre Wertsachen aus den aufgebrochenen Fächern zurückbekommen. Die Suche nach den Tätern läuft weiter.

Das Wichtigste in Kürze

  • Vier Monate nach dem Einbruch in der Sparkassen-Filiale haben die ersten Kund:innen ihre Dokumente zurückerhalten.

  • Ende Dezember verschafften sich Einbrecher gewaltsam Zugang zu einer Gelsenkirchener Sparkasse und verwüsteten den Tresorraum.

  • Rund 3.000 Menschen waren betroffen, der durch den Einbruch verursachte Gesamtschaden könnte laut Polizei im dreistelligen Millionenbereich liegen.

Nach dem spektakulären Sparkassen-Einbruch in Gelsenkirchen Ende Dezember haben am Freitag (8. Mai) die ersten vier Kund:innen Dokumente aus ihren aufgebrochenen Schließfächern zurückbekommen. Es habe sich um wichtige Dokumente gehandelt. Eine Sparkassensprecherin sagte, die Bankkund:innen seien froh gewesen, dass sie die Dokumente relativ kurz nach der Freigabe durch die Ermittler:innen schon wieder in den Händen hielten.

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Es fehlen immer noch Hunderte Inventarlisten

Sie gehören zu den rund 50.000 Gegenständen, die die Einbrecher:innen Ende 2025 in dem verwüsteten Tresorraum zurückgelassen hatten. Vergangene Woche hatte die Staatsanwaltschaft sie zur Rückgabe an die Eigentümer:innen freigegeben. Die Dokumente und Gegenstände würden schrittweise den jeweiligen Personen zugeordnet und zurückgegeben. Das sei nicht leicht und gleiche einem gigantischen Puzzle, hatte Sparkassenchef Michael Klotz gesagt.

Übergeben wurden sie in der Servicestelle der Sparkasse nahe dem Hauptbahnhof. Es handelt sich laut Sparkasse vor allem um namentlich klar zuzuordnende Dokumente wie Kaufverträge, Urkunden, Fahrzeugbriefe oder Familienstammbücher. Die Sparkassensprecherin appellierte außerdem erneut an alle Kund:innen, Inventarlisten zu ihren Schließfachinhalten einzureichen. Bisher gebe es von den rund 3.000 Personen nur etwa 2.100 Listen.

Nach der Rückgabe beginnt die Schadenermittlung

Unter den von den Einbrecher:innen zurückgelassenen Gegenständen könnten durchaus auch werthaltige Dinge sein, sagte die Sprecherin. Wenn die Rückgabe abgeschlossen ist, soll final der Schaden der rund 3.000 Betroffenen durch den Tresorraumeinbruch ermittelt werden.

Die Schließfächer sind standardmäßig bis zu 10.300 Euro pro Fach versichert, wenn Kund:innen den Nachweis über entsprechend wertvolle Inhalte erbracht haben. Nach eigenen Angaben hatten viele Personen deutlich höhere Beträge in ihren Fächern.

Die Polizei wies am Morgen darauf hin, dass alle in Empfang genommenen Wertgegenstände im Nachgang bei der Polizei angegeben werden müssten. "Nur so ist gewährleistet, dass all jene Gegenstände, die im Zuge der polizeilichen Vernehmungen zunächst als gestohlen gemeldet wurden, nicht weiter zur Sachfahndung ausgeschrieben sind." Dazu sollten sich betroffene Personen telefonisch bei der Polizei melden.

Suche nach Tätern läuft weiter

Bei dem spektakulären Einbruch hatten die unbekannten Täter:innen nach Weihnachten 2025 alle Sicherheitssysteme der Sparkasse überwunden, sich mit einem Kernbohrer Zutritt zum Tresorraum verschafft und fast alle der 3.100 Schließfächer aufgebrochen. Der Gesamtschaden wurde kurz nach dem Einbruch von der Polizei auf einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag geschätzt, er könnte aber auch noch wesentlich höher im möglicherweise deutlich dreistelligen Millionenbereich liegen.


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