Fahrleistungserhebung 2026
Warum 200.000 Fahrzeughalter bald Post vom Kraftfahrt-Bundesamt bekommen
Veröffentlicht:
von Max Strumberger:newstime
Wichtige KBA-Post für Autofahrer:innen
Videoclip • 01:22 Min • Ab 12
Wer jetzt Post vom Kraftfahrt-Bundesamt bekommt, muss nicht in Panik geraten. Die Behörde startet eine groß angelegte Fahrleistungserhebung. Das müssen Fahrzeughalter jetzt wissen.
Das Wichtigste in Kürze
Ein Brief vom Kraftfahrt-Bundesamt könnte in den nächsten Wochen viele Fahrzeughalter überraschen.
Dahinter steckt jedoch kein Rückruf, sondern eine bundesweite Erhebung.
Damit will der Staat die tatsächliche Fahrleistung von Autos und Motorrädern neu vermessen.
In den kommenden Wochen könnten bundesweit tausende Autofahrer und Motorradhalter Post vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) bekommen. Der Brief wirkt offiziell, ist aber kein Hinweis auf einen Rückruf oder ein Bußgeldverfahren. Stattdessen geht es um die Fahrleistungserhebung 2026, mit der der Staat erstmals seit zwölf Jahren wieder genauer erfassen will, wie stark Deutschlands Fahrzeuge tatsächlich genutzt werden.
Für die Erhebung werden laut Behörden rund 200.000 Fahrzeuge per Zufallsverfahren aus dem Zentralen Fahrzeugregister ausgewählt. Zuständig ist das KBA, koordiniert wird das Projekt von der Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums. Ziel ist es, ein aktuelles Bild darüber zu gewinnen, wie viele Kilometer Pkw, Motorräder, Nutzfahrzeuge und andere Fahrzeugarten in Deutschland zurücklegen.
Keine Teilnahmepflicht
Wer angeschrieben wird, soll vor allem die Tachostände zu zwei festgelegten Zeitpunkten angeben. Teilweise werden auch Angaben zum Einsatzzweck des Fahrzeugs abgefragt. Die Teilnahme ist online per QR-Code oder Login möglich, alternativ auch per Post. Eine Pflicht zur Teilnahme besteht nicht. Die Behörden betonen jedoch, dass jede Antwort die Qualität der Ergebnisse verbessert und damit die Aussagekraft der Untersuchung erhöht.
Die Daten sollen in zahlreichen Bereichen genutzt werden: bei der Verkehrsplanung, beim Ausbau der Infrastruktur, in der Unfallforschung sowie bei Umwelt- und Klimastudien. Neben der Halterbefragung laufen deshalb parallel auch Verkehrszählungen an hunderten Standorten in Deutschland. So soll ein möglichst umfassendes Bild der tatsächlichen Fahrzeugnutzung entstehen – und damit auch eine Grundlage für künftige Investitionen in Straßen und andere Verkehrsprojekte.
Letzte KBA-Umfrage war 2014
Die letzte große Erhebung dieser Art fand 2014 statt. Damals zeigte sich, dass private Pkw im Schnitt 12.300 Kilometer pro Jahr zurücklegten. Die neue Untersuchung soll nun klären, wie sich das Mobilitätsverhalten seitdem verändert hat – etwa durch Homeoffice, neue Pendelwege oder den wachsenden Anteil von Elektroautos. Mit schnellen Ergebnissen ist allerdings nicht zu rechnen: Die Datenerhebung läuft bis 2027, die Veröffentlichung ist erst für Ende 2028 geplant.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
Auto-Motor-Sport
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