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Hohe Spritpreise: Immer mehr Deutsche fahren seltener Auto

Veröffentlicht:

von Nadine von Parseval

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Vor Tankrabatt: Spritpreise auf Rekordhoch

Videoclip • 01:00 Min • Ab 12


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Tanken wird für viele Menschen zunehmend zur Belastung. Laut einer aktuellen Erhebung verzichten inzwischen zahlreiche Autofahrer:innen häufiger auf ihr Fahrzeug. Besonders eine Altersgruppe reagiert deutlich auf die steigenden Kosten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Viele Autofahrer:innen nutzen ihr Auto seltener.

  • Hohe Spritpreise belasten zahlreiche Haushalte.

  • Viele wünschen sich politische Entlastungen beim Tanken.

Der Blick auf die Preistafel an der Tankstelle sorgt bei vielen Autofahrer:innen für Unmut. Die gestiegenen Spritkosten haben inzwischen spürbare Folgen für den Alltag. Laut einer aktuellen Erhebung der Teambank lässt fast ein Drittel der Autofahrer:innen in Deutschland sein Fahrzeug inzwischen häufiger stehen.

Für das regelmäßig erhobene "Liquiditätsbarometer" wurden mehr als 3.000 Menschen vom Marktforschungsinstitut YouGov befragt. Das Ergebnis zeigt deutlich: Die hohen Kraftstoffpreise verändern das Verhalten vieler Verbraucher:innen.


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Spritpreise: Besonders Jüngere ziehen Konsequenzen

Während insgesamt knapp ein Drittel der Autofahrer:innen angibt, wegen der Spritpreise seltener zu fahren, liegt der Anteil bei den unter 30-Jährigen sogar bei 35 Prozent.

Gleichzeitig berichten viele Menschen von finanziellen Einschränkungen. Laut der Erhebung geben 41 Prozent an, dass ihnen nach Abzug fester Ausgaben wie Miete, Strom oder Versicherungen heute weniger Geld zur Verfügung steht als noch vor einem Jahr.

Für Christian Polenz, Vorstandsvorsitzender der Teambank, kommt das nicht überraschend. Er erklärt: "Spritpreise sind für viele Menschen der Gradmesser ihrer persönlichen Inflation – und dieser Gradmesser schlägt gerade aus."

Beim Auto wird zuerst gespart

Die Studie zeigt auch, wo Verbraucher:innen am ehesten Einsparpotenzial sehen. Auf die Frage, in welchem Bereich sie ihre monatlichen Ausgaben um 100 Euro reduzieren würden, nennt rund jeder Fünfte die Kosten für Auto, Kraftstoff oder Kfz-Versicherung.

Auffällig ist dabei die Entwicklung bei älteren Befragten. Vor allem Menschen über 50 Jahre zeigen heute deutlich häufiger die Bereitschaft, rund ums Auto zu sparen, als noch vor einigen Monaten.


Bei möglichen politischen Maßnahmen gibt es ebenfalls klare Favoriten. Besonders häufig wird eine Senkung der Mehrwertsteuer genannt. Fast jeder zweite Befragte verspricht sich davon eine spürbare Verbesserung der eigenen finanziellen Situation.

Auch eine Spritpreisbremse findet Zuspruch. Rund ein Drittel der Befragten hält sie für eine sinnvolle Entlastung. Zuletzt hatte der staatliche Tankrabatt den Preisauftrieb etwas abgeschwächt. Dennoch bleibt das Tanken für viele Haushalte ein Kostenfaktor, der im Alltag unmittelbar spürbar ist.

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Sorge vor neuen Preissteigerungen

Hinzu kommt, dass die aktuelle Entlastung an den Zapfsäulen zeitlich begrenzt ist. Viele Verbraucher:innen befürchten deshalb, dass die Kosten künftig erneut steigen könnten.

Die Ergebnisse der Teambank-Erhebung zeigen jedenfalls deutlich: Für viele Menschen ist der Preis an der Zapfsäule längst mehr als nur eine Zahl. Er beeinflusst inzwischen ganz konkret, wie oft das Auto genutzt wird und wie das verfügbare Haushaltsbudget geplant werden muss.


Verwendete Quellen:

dpa

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