Mutter im Visier der Polizei
Schrecklicher Verdacht nach Fund von Babyleiche in Renningen
Veröffentlicht:
von Benedikt Rammer:newstime
So arbeitet die Polizei in Deutschland
Videoclip • 01:46 Min • Ab 12
Nach dem Fund eines toten Säuglings in Renningen steht nun die Mutter unter Verdacht. Sie soll die Entführung ihres Babys nur vorgetäuscht haben – die Ermittlungen laufen.
Das Wichtigste in Kürze:
Wenige Tage nach dem Fund einer Babyleiche in Renningen bei Stuttgart gerät die Mutter in den Fokus.
Der schlimme Verdacht: Die Frau könnte die Entführung des Kindes nur inszeniert und es selbst am Fundort abgelegt haben.
Die Todesursache ist derweil weiter unklar.
Renningen bei Stuttgart: Nach dem erschütternden Fund einer Babyleiche gerät die Mutter des Kindes ins Visier der Ermittler: Die Frau könnte ihr eigenes drei Monate altes Kind selbst abgelegt und eine Entführung lediglich vorgetäuscht haben, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Unklar ist bislang, ob sich die Frau zu den Vorwürfen äußert.
Am Freitag (19. Juni) war das tote Kind nach einer stundenlangen Suchaktion mehrere Hundert Meter vom Wohnhaus der Mutter entfernt entdeckt worden. Die Mutter hatte ausgesagt, ihr Baby sei am späten Abend zuvor in einem unbeaufsichtigten Moment aus seinem Kinderwagen verschwunden.
Nun stellt die Polizei klar: "Im Zuge der bisherigen Ermittlungen konnten keinerlei Hinweise auf eine Entführung des Säuglings erlangt werden." Auch während der Suche und nach dem Fund hatte sich die Polizei stets gegen den Begriff gewehrt. Nun wird gegen die Mutter des Kindes wegen des Verdachts des Vortäuschens einer Straftat ermittelt, wie es weiter hieß.
Keine Hinweise auf eine Entführung des Säuglings
Tagelang war zudem unklar, ob es sich bei dem gefundenen toten Säugling um den vermissten drei Monate alten Jungen handelt. Dies sei jetzt aber zweifelsfrei geklärt, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Das Baby wurde demnach durch einen DNA-Abgleich identifiziert, hieß es.
Zumindest offiziell unklar bleibt allerdings trotz der Obduktion von Dienstag, wie der Junge starb. Wurde er getötet oder starb er durch einen Unfall oder plötzlichen Kindstod? "Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei dauern an", teilten die Ermittler mit.
Auch in den News:
Dreidimensionales Modell vom Fundort der Leiche wird erstellt
Die aus 13 Expert:innen bestehende Ermittlungsgruppe "Wagen" versucht nun Antworten auf die noch offenen Fragen zu finden. Mit Hilfe von speziellen Vermessungen am Fundort der Leiche erstellt das Landeskriminalamt nach Angaben der Staatsanwaltschaft auch ein dreidimensionales Modell vom Fundort der Leiche. Dadurch können sich mögliche Abläufe rekonstruieren lassen. Zudem werden mehrere Zeugenhinweise ausgewertet.
Polizei und Staatsanwaltschaft machen bislang keine Angaben zur Rolle des Vaters des Kindes. Die Vermisstenanzeige am Donnerstag vergangener Woche hatten die Eltern kurz vor Mitternacht gestellt.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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