ZDF-Umfrage
Politbarometer: Jeder Zweite glaubt an vorzeitiges Ende der Merz-Regierung
Veröffentlicht:
von dpa:newstime
Umfrage: Jeder Zweite rechnet mit vorzeitigem Ende von Schwarz-Rot
Videoclip • 01:00 Min • Ab 12
Drei gemeinsame Jahre hat die Koalition von Kanzler Merz noch vor sich. Doch immer mehr Bürger:innen scheinen damit zu rechnen, dass das Bündnis gar nicht so lange halten wird.
Das Wichtigste in Kürze
Laut ZDF-Politbarometer rechnen 48 Prozent der Befragten mit einem vorzeitigen Aus der Koalition.
Auch laut "Sonntagsfrage" reicht das Ergebnis von Schwarz-Rot nicht mehr für eine Mehrheit im Bundestag aus, die AfD bleibt laut Umfrage stärkste Kraft.
Nachlassende Parteibindungen und kurzfristige Wahlentscheidungen erschweren Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten.
Deutschlands Bürger:innen haben laut einer neuen Umfrage wachsende Zweifel, ob die schwarz-rote Bundesregierung bis zur Wahl in drei Jahren halten wird. In einem neuen ZDF-Politbarometer gaben 48 Prozent der Befragten an, mit einem vorzeitigen Aus der Koalition zu rechnen.
Das ist ein deutlicher Anstieg im Vergleich zur Erhebung aus dem März mit 30 Prozent. Inzwischen rechnen nur noch 47 Prozent damit, dass die seit einem Jahr amtierende Regierung von Kanzler Friedrich Merz bis zur Wahl im Jahr 2029 halten wird – nach 66 Prozent im März.
Für die repräsentative Umfrage wurden laut ZDF vom 5. bis zum 7. Mai 1.240 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte telefonisch und online befragt.
Auch in den News:
Bei der "Sonntagsfrage" erreichen CDU/CSU im Politbarometer im Vergleich zur Befragung im April unverändert 25 Prozent. Die SPD steht nach wie vor bei 12 Prozent. Mit diesem Ergebnis hätte Schwarz-Rot keine Mehrheit mehr im Bundestag. Auf dem ersten Platz liegt weiter die AfD mit 27 Prozent (plus 1 Punkt). Auch in den Umfragen anderer Forschungsinstitute war die AfD zuletzt vor CDU und CSU stärkste Kraft. Die Grünen büßen in der "Sonntagsfrage" einen Punkt ein und fallen auf 13 Prozent. Die Linke hält mit 11 Prozent ihren Wert – ebenso wie die FDP mit 3 Prozent.
Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen auch nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf etwaige Wahlausgänge.
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