Tödlicher Parasit

"Hirnfressende Amöbe": Darum muss Mexiko jetzt Badeseen sperren

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von Valentin Kronberger

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Videoclip • 01:31 Min • Ab 12


In Mexiko stirbt ein Mann an einer hirnfressenden Amöbe. In einer beliebten Urlaubsregion werden daher Seen gesperrt. Das müssen Tourist:innen jetzt wissen.

Das Wichtigste in Kürze

  • In Mexiko stirbt ein Mann durch den hochgefährlichen Parasiten Naegleria fowleri.

  • Behörden sperren sechs Badeseen wegen der hirnfressenden Amöbe.

  • Der Parasit verursacht Hirnentzündungen, die meist tödlich enden.

Der Parasit dringt über die Nase in das Gehirn eines Menschen vor: In Mexiko ist ein Mann durch eine sogenannte hirnfressende Amöbe gestorben. Im Bundesstaat Yucatán mussten deshalb sechs künstlich angelegte Seen gesperrt werden. In den Gewässern wiesen Behörden Einzeller der Gattung Naegleria nach – dazu zählt auch der hochgefährliche Parasit Naegleria fowleri.

Auch in den News:

34-Jähriger stirbt an hirnfressender Amöbe

Der 34-Jährige war im September an einer Hirninfektion gestorben, verursacht durch Naegleria fowleri. Infektionen mit diesem Parasiten sind extrem selten, verlaufen jedoch fast immer tödlich. Der Mann hatte in einem der künstlichen Seen als Wasserskilehrer gearbeitet.


Beliebte Touristenregion betroffen

Yucatán ist auch bei deutschen Tourist:innen ein beliebtes Reiseziel. Vor allem wegen der Maya-Ruinen von Chichén Itzá und der als Cenoten bekannten natürlichen Süßwasserbecken. Die Sperrungen wegen des Parasiten betreffen nur künstliche Badeseen in der Stadt Mérida – andere Badegewässer sind nicht betroffen.


Der Parasit Naegleria fowleri ist laut Robert Koch-Institut besonders in den Subtropen und Tropen verbreitet. Er breitet sich hauptsächlich in warmen Gewässern aus und kann beim Schwimmen über die Nase ins Gehirn gelangen. Eine anschließende Hirnhautentzündung führt dann meist zum Koma und letztendlich zum Tod.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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