Brandenburg
Frankfurt (Oder): Konsquenzen nach brutalem Angriff auf Schüler gefordert
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:newstime
So arbeitet die Polizei in Deutschland
Videoclip • 01:46 Min • Ab 12
Die Verdächtigen sind zwischen 13 und 15 Jahre alt – einen Teil der Schüler holte die Polizei aus dem Unterricht. Ein Video dokumentiert den Angriff. Sozialminister René Wilke kündigt an, auch aufenthaltsrechtliche Konsequenzen zu prüfen.
Nach einem brutalen Angriff auf einen Schüler in Frankfurt (Oder) ermittelt die Polizei gegen zehn Tatverdächtige. Es handelt sich um Kinder und Jugendliche zwischen 13 und 15 Jahren, denen gefährliche Körperverletzung und Raub vorgeworfen werden. Der Angriff ereignete sich am Mittwoch (14. Oktober) vor einer Oberschule; der Junge erlitt Verletzungen im Gesicht, zur Schwere machte die Polizei keine Angaben.
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Ein Video, das den Angriff zeigen soll und das die Polizei für authentisch hält, dokumentiert das Ausmaß der Gewalt: Die Gruppe schlägt und tritt auf den Jungen ein, auch gegen den Kopf, und lässt auch dann nicht von ihm ab, als er am Boden liegt. Nachdem das Opfer den Vorfall gemeldet hatte, suchten Beamt:innen die mutmaßlichen Angreifer noch während des Unterrichts in deren Schule auf und nahmen einen Teil von ihnen fest. Man habe mit "der dringend gebotenen Entschlossenheit" gehandelt, sagte ein Polizeisprecher. Zuerst hatte die "Märkische Oderzeitung" berichtet.
Brandenburgs Sozialminister René Wilke (SPD), bis vor Kurzem selbst Oberbürgermeister von Frankfurt (Oder), kündigte drastische Konsequenzen an. "Wer für Unsicherheit in unserem Land sorgt, kann sich nicht auf die Unsicherheit in seinem Herkunftsland berufen", schrieb er auf Instagram. Er sei bereit, neue Möglichkeiten zur Aberkennung des Schutzstatus und zur Aufenthaltsbeendigung "konsequent auszuschöpfen". Konkret verweist Wilke auf Änderungen im Aufenthaltsrecht und auf die Frage, ob Länder wie Syrien oder Afghanistan als sichere Herkunftsstaaten gelten.
Oberbürgermeister Strasser schockiert
Oberbürgermeister Axel Strasser (parteilos) zeigte sich fassungslos: "Dieses Ausmaß an organisierter Jugendgewalt hatten wir bisher in Frankfurt (Oder) nicht." Polizei, Staatsanwaltschaft, Ausländerbehörde, Schulen und Schulsozialarbeit wollen den Fall gemeinsam aufarbeiten, das erste Gespräch ist für den 27. Oktober angesetzt. Jugendgewalt beschäftigt derzeit mehrere Brandenburger Städte: Der Landtag befasste sich am Mittwoch in einer Aktuellen Stunde damit, in Potsdam fielen zuletzt mehrere brutale Angriffe auf, und an mindestens einer Schule in Cottbus kam nach Gewalttaten Sicherheitspersonal zum Einsatz.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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