Gar keine echte Anwältin
Trumps neue Pressesprecherin Katie Zacharia der Hochstapelei überführt
Veröffentlicht:
von Max Strumberger:newstime
Brisante Enthüllung zu Trumps neuer Sprecherin
Videoclip • 01:00 Min • Ab 12
Ein kritisches Interview mit Fox-News-Moderator Sean Hannity bringt die neue Sprecherin des Weißen Hauses, Katie Zacharia, in Erklärungsnot. Die Streitfrage lautet: Hat sie unwahre Angaben zu ihrer beruflichen Qualifikation gemacht?
Das Wichtigste in Kürze
Katie Zacharia soll im Weißen Haus die Botschaften von Donald Trump vermitteln.
Nun gerät sie selbst zum Gegenstand einer Debatte.
Die Sprecherin hat eine Anwaltsprüfung nicht bestanden, bezeichnete sich aber selbst wiederholt als Anwältin.
Die neue Sprecherin des Weißen Hauses, Katie Zacharia, steht wegen ihrer beruflichen Qualifikation unter Druck. In einem ungewöhnlich kritischen Interview mit Fox-News-Moderator Sean Hannity räumte die enge Vertraute von US-Präsident Donald Trump ein, eine Anwaltsprüfung nicht bestanden und anschließend nicht wiederholt zu haben.
Zacharia hatte die Prüfung 2011 im US-Bundesstaat Kalifornien abgelegt. Nach eigenen Angaben sei sie damals wegen des bevorstehenden Umzugs mit ihrem Mann nach China "abgelenkt und überfordert" gewesen. Da sie gewusst habe, dass sie in China keine US-Anwaltszulassung benötigen würde, seien die Ergebnisse für sie nebensächlich gewesen.
Zacharia hat Prüfung nicht bestanden
In Peking arbeitete Zacharia nach eigenen Angaben als Rechtsanwältin in einer großen chinesischen Kanzlei. Nach ihrer Rückkehr in die USA habe sie die Prüfung auch wegen der Geburt ihres ersten Kindes nicht erneut abgelegt. Dennoch bezeichnete sie sich bei Fernsehauftritten und in sozialen Netzwerken wiederholt als Anwältin – in rund 15 Beiträgen soll sie zudem eine entsprechende Berufsbezeichnung verwendet haben.
Genau daran entzündet sich nun die Kritik. Rechtsexperten und die Ethikorganisation Campaign for Accountability bezweifeln, dass Zacharia sich ohne nachgewiesene Zulassung in Kalifornien als Anwältin bezeichnen darf. Die Organisation forderte die zuständige Anwaltskammer zu einer Untersuchung auf. Zacharia beruft sich dagegen auf ihr Jurastudium, ihre Tätigkeit als Assistentin eines Rechtsprofessors und ihre Berufserfahrung in China.
Mehr zu dem Thema:
Zacharia darf sich eigentlich nicht "attorney" nennen
Auch die Wortwahl sorgt für Diskussionen: Während "attorney" im US-Recht üblicherweise eine Zulassung voraussetzt, kann "lawyer" teilweise auch für Absolventen eines Jurastudiums verwendet werden. Trump selbst bezeichnete Zacharia bei ihrer Ernennung als "attorney". Die frühere Fox-News-Kommentatorin hatte am Dienstag ihr Debüt im Presseraum des Weißen Hauses gegeben. Sie folgt auf Karoline Leavitt und übernimmt die Kommunikationsrolle in einer politisch schwierigen Phase für Trumps Republikaner.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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