In Restaurants und am Airport

Ägypten-Urlaub: Diese Änderungen kommen auf Touristen zu

Veröffentlicht:

von Joachim Vonderthann

:newstime

Wie sicher ist der Urlaub am Golf?

Videoclip • 01:40 Min • Ab 12


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Wer in diesem Frühjahr nach Ägypten reist, muss sich auf höhere Visumgebühren und neue Öffnungszeiten von Geschäften und Restaurants einstellen. Die Maßnahmen sind Teil eines Sparprogramms der Regierung - nicht zuletzt wegen des Iran-Kriegs.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ägypten-Reisende müssen sich auf eine Reihe von Änderungen einstellen.

  • So wird unter anderem das Visum bei der Einteise teurer.

  • Auch Geschäfte und Restaurants müssen wegen der angespannten wirtschaftlichen Lage früher schließen.

Ägypten gehört zu den beliebtesten Reisezielen der Welt – von den Pyramiden von Gizeh über das Niltal bis zu den Stränden am Roten Meer. Doch wer in diesem Frühjahr in das Land fliegt, muss sich auf neue Regeln und zusätzliche Kosten einstellen. Diese Änderungen betreffen sowohl Tourist:innen als auch Einheimische und wirken sich direkt auf Urlaubsplanung und Reisebudget aus. Wie unter anderem reisereporter.de berichtet, "dreht Ägypten dabei an mehreren Stellschrauben gleichzeitig".

Visum on arrival teurer – E-Visum bleibt günstiger

Die erste spürbare Änderung ist die Einreisegebühr: Seit März 2026 kostet das sogenannte "Visum on arrival", das direkt am Flughafen beantragt wird, 30 US-Dollar statt bisher 25 US-Dollar. Das entspricht einem Anstieg von rund 21,60 Euro auf etwa 26 Euro.

Wer die Preiserhöhung umgehen möchte, kann weiter auf das elektronische E-Visum setzen, wie die "Frankfurter Rundschau" (FR) berichtet. Dieses bleibt bei 25 US-Dollar und muss mindestens sieben Tage vor Abflug über die offizielle E-Visum-Plattform beantragt werden. Ein zusätzlicher Vorteil: Mit dem E-Visum lassen sich oft Wartezeiten bei der Passkontrolle am Flughafen verkürzen.

Beide Varianten – Visum on arrival und E-Visum – erlauben einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen. Wichtig ist, dass der Reisepass bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig ist. Das Auswärtige Amt rät ausdrücklich davon ab, nur mit dem Personalausweis einzureisen, da dieser in Ägypten nicht überall akzeptiert wird. Gerade bei der Visumbeantragung am Flughafen kann es laut reisereporter.de zudem zu "überteuerten Gebühren und Tricks" kommen – hier ist besondere Vorsicht geboten.

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Geschäfte und Restaurants schließen früher

Neben den Visaregeln ändern sich auch die Öffnungszeiten. Ab dem 28. März 2026 müssen Geschäfte, Restaurants und Einkaufszentren im gesamten Land spätestens um 21 Uhr schließen. Donnerstags und freitags ist eine Stunde länger geöffnet, also bis 22 Uhr. Die Regelung gilt zunächst für mindestens einen Monat und zwar landesweit – auch in beliebten Urlaubsregionen wie Hurghada und Sharm el-Sheikh.

Hinter diesen Maßnahmen steht eine schwere Wirtschaftskrise. Laut blick.ch haben sich die Gaspreise, die auch in Deutschland angestiegen sind, fast verdreifacht, der Ölpreis lag zeitweise bei über 100 Dollar pro Barrel. Der Iran-Krieg und seine wirtschaftlichen Folgen verstärkten den Druck zusätzlich. Premierminister Mustafa Madbuli sprach am 18. März auf einer Pressekonferenz von einer "sehr schwierigen" Situation und erklärte, man stehe vor einer "wahrhaft außergewöhnlichen Krise", "deren Auswirkungen weltweit schwerwiegend sein werden".

Stromsparen, weniger Licht – was das für Tourist:innen heißt

Die verkürzten Öffnungszeiten sind nur ein Teil eines größeren Sparpakets. Öffentliche Beleuchtung, etwa Straßenlaternen und Werbetafeln, wird reduziert. Staatsbedienstete sollen ein- bis zweimal pro Woche im Homeoffice arbeiten. Systemrelevante Bereiche wie Industrie und Gesundheitswesen sind von den Maßnahmen ausgenommen.

Laut "Daily Mail" soll abends teilweise der Strom abgestellt werden. Die meisten Hotels seien jedoch mit Notstromaggregaten ausgestattet, sodass Zimmer, Klimaanlagen, Wasserversorgung und grundlegende Dienstleistungen für Gäste weiterlaufen. Urlauber:innen sollten dennoch ihre Mahlzeiten, Einkäufe und Ausflüge früher einplanen, um nicht von geschlossenen Läden oder möglichen Stromabschaltungen überrascht zu werden.

"All diese Maßnahmen haben ein Ziel: Die Senkung der Verbrauchskosten, denn die Alternative wäre, erneut auf weitere Preiserhöhungen zurückzugreifen", betont die Regierung in Kairo dem "Egypt Independent zufolge..

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