Flutkatastrophe im Ahrtal
5 Jahre nach der Ahrtal-Flut: Jetzt direkter Draht ins Ministerium für Wiederaufbauhilfe
Veröffentlicht:
von Andrea EgeDie Flut im Ahrtal 2021 hat dramatische Schäden hinterlassen.
Bild: Thomas Frey/dpa
Fünf Jahre nach der Flutkatastrophe gibt es jetzt einen direkten Draht ins Ministerium. Wer im Ahrtal noch auf Antworten zu seinem Wiederaufbauantrag wartet, kann nun gezielt nachfragen. Alle Details zur neuen Anlaufstelle im Überblick.
Das Wichtigste in Kürze
Rund 440 private Anträge im Ahrtal, Rheinland-Pfalz, sind noch offen.
Insgesamt wurden mehr als 18.000 Anträge gestellt.
Beratungstage der ISB laufen mindestens bis Juni 2027.
Private Antragsteller:innen von Wiederaufbauhilfe im Ahrtal können sich jetzt, fünf Jahre nach der Flutkatastrophe mit mindestens 135 Toten, direkt an das zuständige Ministerium für Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur in Mainz wenden. Um mehr Klarheit über den Stand der Bearbeitung ihrer Anträge zu schaffen, hat der neue Minister Sven Teuber (SPD) die E-Mail-Adresse aufbauhilfe@mkbwk.rlp.de eingerichtet.
Rund 440 Anträge noch offen
Noch etwa 440 Anträge von Privatleuten sind nach Ministeriumsangaben nicht entschieden, viele davon seien sehr komplex. Bei einigen fehlten auch noch erforderliche Unterlagen und Nachweise. Insgesamt seien mehr als 18.000 Anträge gestellt worden.
Bereits bestehende Unterstützungsangebote blieben erhalten, sagte Teuber. Dazu zählten vor allem die Beratungstage der zuständigen Investitions- und Strukturbank (ISB), die mindestens bis Ende Juni 2027 direkt im Ahrtal organisiert würden.
Auch in den News:
Minister Teuber: Direkter Kontakt
"Mir ist persönlich wichtig, dass alle Flutbetroffenen bestmöglich dabei unterstützt werden, ihr Zuhause wiederaufzubauen", sagte Teuber in Mainz. Die Betroffenen sollten über die Mailadresse jetzt die Möglichkeit haben, konkrete Nachfragen zu ihren Anträgen zu stellen. Der Stand der Bearbeitung solle so im direkten Kontakt erläutert werden.
Fünf Jahre nach der verheerenden Katastrophe, von der Zehntausende betroffen waren, gebe es noch immer Menschen, die sich über den Fortgang ihres Antrags unzureichend informiert fühlten oder die lange Bearbeitungsdauer beklagten, stellte Teuber fest. Sie sollten mit dem neuen zusätzlichen Angebot unterstützt werden.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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