Familienunternehmen

Wegen Galeria-Krise: Standort von Logistikunternehmen Fiege muss in die Insolvenz

Veröffentlicht:

von Valentin Kronberger

Sat.1 NRW

Galeria meldet vierte Insolvenz an (5. Oktober)

Videoclip • 02:24 Min


Ein Standort des Logistikunternehmens Fiege muss Insolvenz anmelden. Schuld ist die Krise bei der Warenhauskette Galeria. So geht es für die 1.250 betroffenen Beschäftigten weiter.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Logistikkonzern Fiege hat für den Standort Unna in NRW Insolvenz angemeldet.

  • Ursache dafür ist die lange Krise bei der Warenhauskette Galeria.

  • Noch bis Ende des Jahres arbeitet Fiege mit Galeria in Unna zusammen und sucht nach neuen Kund:innen.

Anfang Oktober hatte die Warenhauskette Galeria ihre vierte Insolvenz beantragt – jetzt trifft es dadurch ein anderes Unternehmen. Der Logistikkonzern Fiege hat laut dem Portal "T-Online" für seine Betreibergesellschaft im nordrhein-westfälischen Unna Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet.

Fiege-Standort war Auslieferungszentrum für Galeria

Fiege hatte demnach in Unna ein Auslieferungszentrum für die Warenhauskette Galeria betrieben. Jetzt bemühe man sich, mit neuen Kund:innen den Standort zu halten. Andere Standorte seien davon nicht betroffen, bestätigte das Logistikunternehmen gegenüber "T-Online". Weltweit betreibe Fiege nach eigenen Angaben über 130 Standorte in 15 Ländern.

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So geht es für die Beschäftigten bei Fiege weiter

Vorerst gebe es für den Fiege-Standort in Unna eine Lösung: Der Logistiker habe sich mit Galeria auf eine Fortsetzungsvereinbarung bis zum Jahresende verständigt, heißt es. Die Mitarbeiter:innen bekommen nun laut WDR Löhne und Gehälter als Insolvenzgeld von der Agentur für Arbeit.

Das Familienunternehmen Fiege bestehe seit 1873 und erzielte zuletzt einen Umsatz von 2,1 Milliarden Euro. Insgesamt beschäftigt es nach eigenen Angaben rund 21.000 Menschen – davon 1.250 am Standort in Unna.

Galeria wieder insolvent

Auch bei der Warenhauskette Galeria läuft das Geschäft weiter. Insgesamt 83 Filialen werden noch betrieben – welche Standorte schließen müssen, ist noch unklar. Viele der Mitarbeiter:innen erhalten ein Insolvenzgeld. Aktuell prüft der vorläufige Insolvenzverwalter Frank Kebekus jedes Warenhaus einzeln auf seine wirtschaftliche Tragfähigkeit.


Zuletzt verzeichnete die Warenhauskette trotz Insolvenz einen Aufschwung. Aktuell liegt der Umsatz deutlich über dem Vorjahr. Daher können Kund:innen in den Geschäften wieder Gutscheine einlösen und kaufen – zuvor hatte Galeria die Annahme von Gutscheinen gestoppt.


Verwendete Quellen:

t-online: "Fiege-Standort in Unna muss in die Insolvenz"

WDR: "1.250 Jobs bei Fiege in Unna gefährdet"

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