Sparbuch, Tagesgeld oder ETF?
Weltspartag: Sparbuch war gestern – wie Familien Geld für Kinder clever anlegen
Aktualisiert:
von Jacqueline Bittl:newstime
Immer mehr Menschen in Deutschland sparen (27. Oktober)
Videoclip • 01:40 Min • Ab 12
Am Weltspartag strecken Banken wieder die Hände nach kleinen Sparer:innen aus. Doch hinter den verlockenden Geschenken und freundlichen Beratungsgesprächen lauern teure Fallen. Ein Überblick, was wirklich taugt.
Werbeartikel, kleine Geschenke und am Ende doch nur kostspielige Kaufangebote. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, mahnen Verbraucherschützer rund um den Weltspartag am 30. Oktober zur Vorsicht: Viele Angebote, die da von Banken und Sparkassen beworben werden, seien teuer und gingen am tatsächlichen Bedarf von Familien vorbei.
Welche Anlage sinnvoll ist, hänge vor allem davon ab, wann das Geld gebraucht wird und wie viel Schwankung man in Kauf nehmen kann. Einen Überblick über die gängigsten Möglichkeiten und ihre Grenzen findest du hier.
Auch in den News:
Das Sparbuch: Ein Einstieg für kleine Kinder
Das klassische Sparbuch hat vor allem einen pädagogischen Nutzen: Es kann kleinen Kindern helfen, den Umgang mit Geld zu lernen und erste Rücklagen zu bilden. Für größere Summen ist es jedoch kaum geeignet. Die Verzinsung ist meist gering. Außerdem sind Abhebungen häufig begrenzt, etwa auf 2.000 Euro pro Monat.
Tagesgeld: Flexibel, aber mit Tücken
Wer kurzfristig sparen möchte, zum Beispiel für ein neues Fahrrad oder ein größeres Geschenk in wenigen Jahren, fährt mit einem Tagesgeldkonto besser. Das Geld ist jederzeit verfügbar und wird verzinst. Wichtig dabei: Direktbanken bieten häufig deutlich attraktivere Zinssätze als klassische Filialbanken. Noch sicherere Zinserträge, dafür aber weniger Flexibilität, bringt ein Festgeldkonto.
Finger weg von Kinderpolicen und Kombipaketen
Bei Ausbildungsversicherungen, Generationenpolicen und ähnlichen Kombiprodukten ist Vorsicht angebracht. Verbraucherschützer:innen sind sich einig: Diese Produkte verbinden in der Regel schlechten Versicherungsschutz mit schwacher Rendite - und das zu hohen Kosten. Wer sich und seine Kinder gegen Unfälle oder andere Risiken absichern will, sollte das klar getrennt vom Sparen in einer eigenständigen Police tun.
ETF: Der Königsweg für langfristiges Sparen
Wer einen langen Atem hat, kommt an börsengehandelten Indexfonds kaum vorbei. Die Verbraucherzentrale NRW empfiehlt für langfristiges Sparen weltweit gestreute Aktien-ETFs ausdrücklich: Sie sind renditestärker und kostengünstiger als aktiv gemanagte Aktienfonds. Historisch erzielten weltweit anlegende ETFs über lange Zeiträume Renditen von rund acht Prozent pro Jahr.
Wer monatlich nur 25 Euro in einen ETF-Sparplan einzahlt, hat bis zur Volljährigkeit des Kindes allein durch Einzahlungen 5.400 Euro zusammen – zuzüglich eines Wertzuwachses, der bei angenommener Rendite von neun Prozent rund 7.994 Euro betragen kann. Und laut dpa kommt auch die Stiftung Warentest zu dem Ergebnis: Über 18 Jahre brachten Sparpläne auf weltweite Aktienindizes im Schnitt rund 8,5 Prozent Sparplanrendite jährlich.
Hier sollte man sich aber vorher Gedanken machen. Denn läuft das Depot auf den Namen des Kindes, gehört das Geld auch dem Kind und Eltern dürfen es nur verwalten, nicht für eigene Zwecke nutzen. Der steuerliche Vorteil: Kinder haben ihren eigenen Sparerpauschbetrag und können Erträge bis zu bestimmten Freigrenzen steuerfrei einstreichen.
Ein Hinweis für spätere BAföG-Antragsteller:innen: Übersteigt das Vermögen im Kinderdepot 15.000 Euro, wird das bei der Förderberechnung angerechnet.
Mehr als nur Geld: Investitionen in Bildung
Nicht immer muss es ein Konto oder ein Depot sein. Wer Geld für Kinder sinnvoll einsetzen will, kann auch direkt in ihre Zukunft investieren – etwa durch die Finanzierung von Musikunterricht oder einem Auslandsaufenthalt.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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