Tödlicher Unfall

Gronau: Zwei Arbeiter von einstürzenden Treppenteilen erschlagen

Veröffentlicht:

von Andrea Ege

:newstime

Zu viele marode Klassenzimmer

Videoclip • 01:52 Min • Ab 12


Auf einer Schulbaustelle in Gronau sind zwei Bauarbeiter von herabstürzenden Betontreppenteilen erschlagen worden. Zwei weitere Menschen wurden verletzt. Wie es zu dem Einsturz kam, ist noch unklar.

Das Wichtigste in Kürze

  • Im westlichen Münsterland stürzten bei Arbeiten an einem Schulerweiterungsbau Betontreppenteile ein.

  • Für zwei Bauarbeiter kam jede Hilfe zu spät.

  • Wegen der Herbstferien waren keine Schüler:innen oder Lehrkräfte vor Ort.

Zwei Bauarbeiter sind beim Einsturz von Betontreppen auf einer Schulbaustelle in Gronau im westlichen Münsterland in Nordrhein-Westfalen ums Leben gekommen. Zwei weitere Personen wurden bei dem Arbeitsunfall verletzt. Sie werden im Krankenhaus behandelt, schweben nach Angaben eines Stadtsprechers aber nicht in Lebensgefahr.

Auf dieser Baustelle in Gronau starben zwei Arbeiter beim Einsturz von Betontreppen.

Bild: Lars Berg/dpa


Betontreppen stürzen bei Montage ein

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei ereignete sich der Unfall in einem großen Schacht, in den vorgefertigte Treppenaufstiege per Kran gehoben und montiert wurden. Treppenteile für mehrere Geschosse waren laut einem Polizeisprecher bereits aufgebaut, als es plötzlich zu dem Einsturz kam und zwei darunter befindliche Arbeiter erschlagen wurden. Ob ein großes Treppenteil vom Kran fiel oder die Konstruktion einstürzte, war zunächst unklar.

Polizei und Arbeitsschutz untersuchen

Die Unfallursache ist bislang nicht bekannt. Neben der Polizei ist auch das Amt für Arbeitsschutz eingeschaltet. Nach Angaben der Feuerwehr wurde die Bergung der beiden toten Bauarbeiter noch am Unfalltag abgeschlossen.

Bürgermeister spricht Hinterbliebenen Mitgefühl aus

"Den Hinterbliebenen gilt unser Mitgefühl", erklärte Bürgermeister Jörg von Borczyskowski. Den beiden verletzten Bauarbeitern gehe es den Umständen entsprechend. Er dankte den zahlreichen Einsatzkräften, deren Zusammenspiel bei dem dramatischen Ereignis ausgezeichnet funktioniert habe. Nach Angaben der Stadt waren zur Unfallzeit 15 Personen auf der Baustelle tätig. Notfallseelsorger:innen betreuten die Bauarbeiter:innen.


Großaufgebot an Schulbaustelle in Gronau

Die Rettungskräfte waren nach Angaben der Stadt am Donnerstagmittag mit einem Großaufgebot zum Erweiterungsbau einer Schule ausgerückt. Im Einsatz waren 35 Feuerwehrleute, ein Notarzt, drei Rettungswagen-Teams, Polizeibeamt:innen, zwei Fachberater des Technischen Hilfswerks und die Besatzung eines Rettungshubschraubers. Für den Transport der Verletzten wurde die Luftrettung laut Stadt letztlich nicht benötigt.

Schulstart nach Herbstferien voraussichtlich möglich

Wegen der Herbstferien befanden sich keine Schüler oder Lehrkräfte vor Ort. Der Schulbetrieb soll voraussichtlich nach Ferienende wieder aufgenommen werden. Die Schulleitungen des Gymnasiums und der Gesamtschule in dem Schulkomplex wurden informiert, damit sie nach Angaben des Bürgermeisters beim Schulstart am Montag auf das Ereignis eingehen und Fragen der Schüler besprechen können. Mit dem Erweiterungsbau am Gymnasium entstehen Räume für zehn Klassen. Die Bauarbeiten finden bei laufendem Schulbetrieb statt.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

Mehr entdecken