Wetterphänomen
Warum El Niño dieses Jahr alle bisherigen Rekorde brechen könnte
Aktualisiert:
von Benedict Hottner:newstime
Experten warnen vor stärkstem El Niño seit Messbeginn
Videoclip • 01:33 Min • Ab 12
Das Klimaphänomen El Niño nimmt weiter an Stärke zu. Laut DWD und US-Klimabehörde NOAA könnte es eines der stärksten Ereignisse seit Beginn der Aufzeichnungen werden – mit möglichen Folgen für Ernten und Preise weltweit.
Das aktuelle El-Niño-Ereignis im Pazifik könnte außergewöhnlich stark werden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) spricht von einem der stärksten Ereignisse seit Beginn der Aufzeichnungen.
Im Juli lagen die Wassertemperaturen im zentralen und östlichen Pazifik bereits deutlich über dem Durchschnitt. Die Auswirkungen könnten in verschiedenen Regionen der Welt erheblich sein. In Teilen Amerikas, Australiens, Asiens und Afrikas kann El Niño sowohl starke Niederschläge als auch schwere Dürren auslösen. Das kann wiederum Ernten beeinträchtigen.
Mittlerweile ist die Sturmaktivität im östlichen Pazifik fast doppelt so hoch wie üblich. In dieser Saison wurden bereits 16 tropische Stürme mit Namen registriert, im zentralen Pazifik waren es 20. Währenddessen verläuft die Hurrikan-Saison im Atlantik aufgrund des El Niño in diesem Jahr ungewöhnlich ruhig.
Auch die Tierwelt reagiert auf das ungewöhnlich warme Wasser. Durch El Niño könnten Weiße Haie häufiger in Strandnähe auftauchen, da sich ihre Lebensräume und Nahrungsquellen verschieben.
Für Europa sind die direkten Folgen deutlich schwerer abzuschätzen. Laut DWD könnte das Phänomen hier vor allem über Veränderungen der großräumigen Wetter- und Luftströmungen wirken und damit den Winter in Deutschland stark beeinflussen. Konkrete Auswirkungen seien derzeit noch nicht ausreichend prognostizierbar. Dennoch könnten auch Menschen in Deutschland die Folgen indirekt spüren. Der Klimaforscher Armin Bunde von der Universität Gießen sagt, schlechte Ernten im Pazifikraum könnten etwa die Preise für Zucker, Kaffee und Kakao steigen lassen.
Auch in den News:
Paukenschlag: Union stürzt in Umfrage auf historisches Tief
Straße von Hormus: Öltanker laut Iran wegen Seemine explodiert
Die Stars schworen auf ihn: Kult-Designer Bob Mackie ist tot
NOAA erwartet historisches Ereignis
Auch die US-Klimabehörde NOAA beobachtet die Entwicklung mit Sorge. Sie geht mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 90 Prozent davon aus, dass El Niño in den kommenden Monaten die Kategorie eines sehr starken Ereignisses erreicht.
Noch bemerkenswerter ist eine weitere Prognose. Für den Zeitraum von Oktober bis Dezember 2026 sieht die NOAA eine Wahrscheinlichkeit von 69 Prozent für ein historisches Ereignis. Dieses könnte stärker ausfallen als alle bisher seit 1950 gemessenen El-Niño-Ereignisse.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
:newstime verpasst? Hier aktuelle Folge ansehen
Mehr entdecken

Warnung bei Feuer
Rauchmelder im ADAC-Test: Ein Modell ist richtig gefährlich

Mythos-Wundermittel
Stiftung Warentest empfiehlt nur zwei Vitamin-D3-Produkte

Kanzler Merz warnt
Panzer, Munition, Militär: Mutmaßlicher Russlandspion gefasst

Druck auf Verbündete
Peking will Taiwan "von der Weltbühne verdrängen": China zieht die diplomatische Schlinge enger

Weltweite Gefahr
Experte zur Sicherheitslücke: Systeme wohl nie vollständig bereinigt

Am Sonntag ist es wieder so weit
Zeitumstellung: Dieser Fehler kann Haustiere stressen


