Warnung bei Feuer
ADAC-Test: Dieser Rauchmelder erkennt Gefahr zu spät
Aktualisiert:
von Joachim Vonderthann:newstime
"Verheerend": ADAC warnt vor diesen Kindersitzen
Videoclip • 01:41 Min • Ab 12
Rauchwarnmelder können im Ernstfall Leben retten – doch ein Modell fiel im aktuellen ADAC-Test durch. Zehn von zwölf Geräten erhielten ein "gut", der Testsieger kostet rund 16 Euro.
Das Wichtigste in Kürze
Der ADAC hat zwölf Rauchwarnmelder für Wohnungen unter die Lupe genommen.
Der Preis ist für die Qualität nicht ausschlaggebend.
Unter vielen guten Geräten fällt ein Modell sehr negativ auf.
ADAC testet Rauchwarnmelder: Der Preis ist nicht entscheidend
Rauchwarnmelder sollen Bewohner:innen frühzeitig alarmieren, bevor sich Rauch und giftige Gase in einer Wohnung ausbreiten. Der ADAC hat erstmals zwölf einfache, batteriebetriebene Geräte für Privathaushalte geprüft. Alle Modelle hatten eine fest eingebaute Batterie mit einer angegebenen Laufzeit von mindestens zehn Jahren und kosteten zwischen etwa neun und 30 Euro.
Untersucht wurden die Zuverlässigkeit der Warnung, die Handhabung, die Widerstandsfähigkeit gegen Fehlalarme und die Lautstärke. Die Warnfunktion floss mit 50 Prozent am stärksten in die Gesamtnote ein. Das Ergebnis zeigt: Ein hoher Preis ist kein Garant für guten Schutz – und günstige Modelle können überzeugen.
Viele Rauchwarnmelder im ADAC-Test erledigen ihre Aufgaben gut. Vor einem Gerät wird hingegen drigend abgeraten.
Bild: ADAC/Ralph Wagner.
Rauchmelder-Testsieger kostet rund 16 Euro
Den ersten Platz belegt der FireAngel FA6120-INT mit der Gesamtnote 1,7. Laut ADAC überzeugte das Modell vor allem durch eine zuverlässige Warnfunktion, eine gute Absicherung gegen Fehlalarme und deutlich hörbare Signaltöne. Praktisch sind außerdem die große Test- und Stummtaste sowie die automatische Aktivierung bei der Montage.
Der Rauchmelder kostet rund 16 Euro. Einen Nachteil gibt es aber: Seine LED blinkt im normalen Betrieb. Das kann Menschen im Schlafzimmer stören. Auf den weiteren Plätzen folgen der Gloria R-10 mit der Note 2,0 und der kompakte Abus GWRM30600 mit 2,1. Insgesamt erhielten zehn Modelle ein "gut", ein Gerät schnitt "befriedigend" ab.
Auch in den News:
Günstigster guter Rauchmelder kostet neun Euro
Besonders interessant für preisbewusste Käufer:innen ist der Logilink SC0016. Er war mit 8,98 Euro das preiswerteste Gerät im Test und erreichte dennoch die Note 2,3. Bei der Robustheit gegen Fehlalarme erzielte er gemeinsam mit dem Testsieger den Bestwert.
Abstriche gibt es bei der Ausstattung: Der Logilink-Melder wird nicht automatisch bei der Montage aktiviert, seine LED blinkt im Betrieb und die Signaltöne bei Aktivierung sowie Batterie-Warnung fallen sehr laut aus. Die beste Handhabung im Test bescheinigte der ADAC dem Ei Electronics Ei650. Seine große Taste, die ausführliche Anleitung und eine nicht blinkende Betriebsanzeige können insbesondere im Schlafzimmer Vorteile sein.
Pyrexx-Modell reagierte beim Schwelbrand zu spät
Das Schlusslicht im Test ist der Pyrexx XSD100 V3-Q. Er erhielt die Note 5,0 und damit das Urteil "mangelhaft". Bei einem sogenannten Pyrolyse-Schwelbrand ohne offene Flamme lösten die geprüften Geräte nicht rechtzeitig und nicht dauerhaft aus. Der ADAC ließ nach dem ersten auffälligen Ergebnis weitere Exemplare untersuchen: Keines der sechs zusätzlich getesteten Geräte warnte bei diesem Prüfbrand zuverlässig.
Bei einem offenen Flüssigkeitsbrand funktionierte der Alarm dagegen. Der Hersteller erklärte laut ADAC, das Modell sei tendenziell auf eine spätere Auslösung eingestellt worden, um Fehlalarme zu verringern. Der XSD100 V3-Q wird nach Herstellerangaben seit April 2026 nicht mehr verkauft. Der ADAC informiert dennoch über das Resultat, weil bereits gekaufte Geräte weiterhin in Haushalten hängen können.
Montage und regelmäßiger Test sind entscheidend
Beim Kauf sollten Verbraucher:innen nicht nur auf den Preis achten, sondern auf unabhängige Testergebnisse, eine gut erreichbare Testtaste und verständliche Hinweise zur Montage. Eine CE-Kennzeichnung belegt laut ADAC lediglich, dass die EU-Mindestanforderungen erfüllt werden; sie ist kein eigenständiges Qualitätsurteil.
Wichtig ist zudem die korrekte Anbringung nach Herstellerangaben. Rauchwarnmelder werden in der Regel an der Decke montiert, nicht jedes Modell ist für die Wand geeignet. Der ADAC rät, die Geräte mindestens einmal pro Jahr zu testen und die Kontrolle zu dokumentieren. Nach einem Sturz auf den Boden sollte ein Melder vorsorglich ersetzt werden, weil die Technik Schaden genommen haben könnte.
Verwendete Quellen:
ADAC: "Rauchmelder im ADAC Test: Ein Modell warnt nicht zuverlässig"
:newstime verpasst? Hier aktuelle Folge ansehen
Mehr entdecken

Mythos-Wundermittel
Stiftung Warentest empfiehlt nur zwei Vitamin-D3-Produkte

Kanzler Merz warnt
Panzer, Munition, Militär: Mutmaßlicher Russlandspion gefasst

Druck auf Verbündete
Peking will Taiwan "von der Weltbühne verdrängen": China zieht die diplomatische Schlinge enger

Weltweite Gefahr
Experte zur Sicherheitslücke: Systeme wohl nie vollständig bereinigt

Am Sonntag ist es wieder so weit
Zeitumstellung: Dieser Fehler kann Haustiere stressen

Neue Jahreszeit beginnt
Nasse Haare, Vitamin D und Co.: Was im Herbst wirklich gilt




