WM in Berlin

Verpasstes "Sommermärchen": Deutsche Basketballerinnen verpassen WM-Bronze

Veröffentlicht:

von Claudia Scheele

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Nächster Zoff zwischen FIFA und UEFA

Videoclip • 34 Sek • Ab 12


Die deutschen Basketballerinnen verlieren das Spiel um Platz drei gegen Spanien klar. Platz vier ist trotzdem das beste WM-Ergebnis der DBB-Geschichte.

Das Wichtigste in Kürze

  • Deutschland verliert das WM-Spiel um Bronze gegen Spanien mit 58:81 und beendet das Heimturnier auf Platz vier.

  • Nyara Sabally und Alexis Peterson erzielten jeweils 13 Punkte, Spanien profitierte von Iyana Martins 22 Punkten.

  • Trotz der Niederlage ist Platz vier das beste WM-Ergebnis der deutschen Basketballerinnen und ein Erfolg für den DBB.

Die deutschen Basketballerinnen haben bei ihrer Heim-Weltmeisterschaft in Berlin die erste WM-Medaille der Geschichte verpasst. Das Team von Bundestrainer Olaf Lange verlor das Spiel um Bronze gegen Spanien mit 58:81. Trotz der Niederlage beendet Deutschland das Turnier auf dem vierten Platz – so erfolgreich war eine deutsche Frauen-Nationalmannschaft bei einer Weltmeisterschaft noch nie.

Nyara Sabally und Alexis Peterson waren mit jeweils 13 Punkten die besten deutschen Werferinnen. Für Spanien erzielte Iyana Martin 22 Punkte. Vor 12.187 Zuschauer:innen in der Arena zeigte Deutschland eine bessere Leistung als beim WM-Auftakt gegen Spanien, den das Team noch deutlich mit 53:83 verloren hatte.


Weltspitze bleibt noch zu stark

Nach dem überraschenden Viertelfinalsieg gegen Europameister Belgien hatte Deutschland auf einen weiteren Coup gehofft. Vor den Augen von Dirk Nowitzki, Dennis Schröder und Bundeskanzler Friedrich Merz gelang das aber nicht. Spanien setzte sich vor allem durch starke Rebounds, viele erzwungene Ballverluste und einen 15:3-Lauf zu Beginn der zweiten Halbzeit ab.

Deutschland lag im gesamten Bronze-Spiel nur zwölf Sekunden lang in Führung – beim frühen 2:0. Schon im Halbfinale gegen Frankreich hatte die Mannschaft insgesamt nur elf Sekunden geführt. Beide Partien zeigten, dass die internationale Spitze für das deutsche Team derzeit noch ein Stück entfernt ist.

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Bestes WM-Ergebnis trotz Sabally-Ausfall

Der vierte Platz bleibt trotzdem ein großer Erfolg. Besonders bemerkenswert ist das Abschneiden, weil Satou Sabally, die beste deutsche Spielerin, wegen der Folgen einer Gehirnerschütterung frühzeitig absagen musste. Ohne sie kämpfte sich das Team bis ins Halbfinale und übertraf damit die Erwartungen deutlich.

Für den Deutschen Basketball Bund endet zudem eine Medaillenserie: Seit 2022 hatte der Verband bei großen Turnieren mindestens einmal Edelmetall gewonnen. Höhepunkte waren der WM- und EM-Titel der Männer um Dennis Schröder sowie das Olympia-Gold der deutschen 3x3-Basketballerinnen in Paris.


Basketball-Sommer begeistert Berlin

Auch ohne Medaille wertet der DBB die WM als Erfolg. Rund 230.000 Besucher:innen kamen während des Turniers zu den Spielen in die Arena am Ostbahnhof und die Max-Schmeling-Halle. Nowitzki sprach von einem "Sommermärchen" und sagte, die Wertschätzung für Basketball sei gewachsen. Bundeskanzler Merz wünschte sich eine ähnliche Stimmung für die deutsche Olympia-Bewerbung.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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