Fitness-Vergleich
Stiftung Warentest: So können Beschäftigte kostenlos trainieren
Veröffentlicht:
von Nadine von Parseval:newstime
Öko-Test und Stiftung Warentest im Vergleich
Videoclip • 01:35 Min • Ab 12
Von Fitnessstudio über Yoga bis zum Bouldern: Sportplattformen versprechen viel Auswahl mit nur einer Mitgliedschaft. Stiftung Warentest hat 19 Tarife verglichen und zeigt, für wen sie sich lohnen. Besonders günstig kann es mit Unterstützung des Arbeitgebers werden.
Das Wichtigste in Kürze
Stiftung Warentest hat 19 Tarife von fünf Sportplattformen verglichen.
Mit Arbeitgeberzuschuss ist bei einigen Tarifen kostenloses Training möglich.
Welcher Tarif am besten passt, hängt stark von Wohnort und Nutzung ab.
Fitnessstudio am Montag, Yoga am Mittwoch und am Wochenende eine Runde Bouldern: Wer sich sportlich nicht auf ein einziges Studio festlegen möchte, kann dafür Sport- und Wellnessplattformen nutzen. Besonders günstig kann das für Beschäftigte werden, deren Arbeitgeber einen Teil der Kosten übernimmt.
Stiftung Warentest hat insgesamt 19 Tarife der deutschlandweit verfügbaren Anbieter Urban Sports Club, Wellhub, ClassPass, EGYM Wellpass und Epassi, ehemals Hansefit, miteinander verglichen. Untersucht wurden unter anderem Kosten, Vertragsbedingungen, Zugangsmöglichkeiten sowie Vielfalt und Verfügbarkeit der Angebote. Einen Anbieter, der für alle gleichermaßen die beste Wahl ist, gibt es allerdings nicht.
Sportplattformen ermöglichen den Zugang zu unterschiedlichen Fitness- und Wellnessangeboten. Ein Arbeitgeberzuschuss kann die Kosten deutlich senken.
Bild: Tobias Arhelger - stock.adobe.com
Mit Arbeitgeberzuschuss kann Sport kostenlos sein
Besonders interessant sind sogenannte Unternehmenstarife. Dabei beteiligt sich der Arbeitgeber an den Kosten der Sportplattform und bietet die Mitgliedschaft als Zusatzleistung zum Gehalt an. Wie viel Beschäftigte selbst bezahlen müssen, unterscheidet sich deutlich. Je nach Anbieter, Tarif und Höhe des Zuschusses reicht die Spanne von null bis etwa 200 Euro monatlich.
Zahlt ein Unternehmen beispielsweise 40 Euro pro Monat dazu, können Beschäftigte bei einigen Anbietern in den günstigsten Tarifen sogar komplett kostenlos trainieren.
Wer seine Mitgliedschaft dagegen privat abschließt, zahlt laut Stiftung Warentest zwischen 19 und rund 200 Euro im Monat. Uneingeschränkt für Privatkund:innen verfügbar sind entsprechende Tarife bei ClassPass und Urban Sports Club. Grundsätzlich gilt: Mit steigendem Monatsbeitrag wächst meist auch die Auswahl der enthaltenen Leistungen.
Von Fitness und Yoga bis zur Kältekammer
Die Plattformen arbeiten mit unterschiedlichen Studios, Ketten und weiteren Einrichtungen zusammen. Rund drei Viertel der verfügbaren Angebote entfallen auf Fitnesssportarten, Yoga und Pilates.
Je nach Plattform kommen beispielsweise Schwimmen, Bouldern oder Besuche in einer Kältekammer hinzu. Auch Online-Kurse gehören zum Angebot. Mitglieder können damit verschiedene Aktivitäten ausprobieren, ohne sich langfristig an ein einzelnes Fitnessstudio binden zu müssen.
"Den klassischen Testsieger gibt es bei Sport- und Wellnessplattformen nicht", erklärt Stiftung-Warentest-Expertin Sophie Mecchia. "Denn der individuell beste Tarif hängt unter anderem stark vom eigenen Nutzungsverhalten und dem Wohnort ab und davon, ob der eigene Arbeitgeber mit einer Plattform kooperiert."
Auch in den News:
Windeln bei Öko-Test: Es muss nicht teuer sein
Ketchup im Test: Stiftung Warentest vergibt kein einziges "Sehr gut"
Snack-Tomaten im Test: Diese Ergebnisse überraschen bei Öko-Test
Wohnort entscheidet über die Auswahl
Vor einem Vertragsabschluss lohnt sich deshalb ein genauer Blick darauf, welche Partner tatsächlich in der eigenen Umgebung verfügbar sind. Stiftung Warentest untersuchte dafür beispielhaft das Angebot in Frankfurt am Main, Passau und Wittmund in Niedersachsen.
Dabei zeigen sich deutliche regionale Unterschiede. Vor allem in Metropolen ist die Auswahl größer. "In Großstädten gibt es meist mehr Kooperationspartner für die Plattformen und damit vielfältigere Möglichkeiten, Sport- und Wellnessangebote zu nutzen", erklärt Mecchia. "Neben dem Kostenvergleich ist daher die Bandbreite der angebotenen Sportarten ein wichtiges Kriterium für die Wahl des individuell besten Tarifs."
Nicht jede Leistung ist automatisch inklusive
Auch ein vorhandener Kooperationspartner bedeutet nicht, dass Mitglieder dort sämtliche Leistungen ohne Einschränkungen nutzen können. Die jeweiligen Studios und Einrichtungen bestimmen ihre Zugangsbedingungen selbst.
So kann etwa die Zahl der monatlichen Check-ins begrenzt sein. Teilweise fallen zusätzliche Gebühren für eine Schlüsselkarte an. Andere Leistungen wie Massagen oder EMS-Training werden mitunter lediglich vergünstigt angeboten und sind nicht vollständig im Mitgliedsbeitrag enthalten.
Sportplattformen bieten flexible Kündigung
Pluspunkte sieht Stiftung Warentest bei der Flexibilität der Verträge. In der Regel können Mitgliedschaften monatlich gekündigt werden. Angebote mit längerer Mindestlaufzeit sind dem Vergleich zufolge nur geringfügig günstiger.
Auch ein Wechsel in einen anderen Tarif ist häufig unkompliziert möglich. Wer eine Sportplattform nutzen möchte, sollte deshalb nicht nur den Preis vergleichen. Entscheidend sind vor allem das Angebot am eigenen Wohnort, persönliche Sportvorlieben und ein möglicher Zuschuss des Arbeitgebers.
Verwendete Quellen:
Stiftung Warentest Presseinformation
:newstime verpasst? Hier aktuelle Folge ansehen
Mehr entdecken

Gefährlich
Ostsee-Strand voller Quallen: Warum sie massenhaft auftauchen

Gegen Leitplanke gestoßen
Tragisches Busunglück in der Schweiz: Fünf Tote bei Graubünden

Regenmassen
Italien von Unwetter getroffen – Frau ertrinkt in überflutetem Auto

Polizei ermittelt
Neuallermöhe: 65-Jähriger stirbt bei Motorradunfall in Hamburg

Öko-Test
Apfelessig im Test: Nur zwei Produkte fallen wegen Pestiziden negativ auf

Positiver Trend
Weiße Wandfarbe im Öko-Test: Viele "sehr gut" – teuerste versagt




