Spritpreise klettern am Wochenende weiter

Unsicherheit in Nahost macht Tanken immer teurer

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

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Spritpreise: Linke beklagt "Unfähigkeit der Bundesregierung"

Videoclip • 01:07 Min • Ab 12


Viele Autofahrer:innen standen am Wochenende geschockt vor der Zapfsäule: Benzin und Diesel sind schon wieder teurer geworden. In der SPD werden die Rufe nach einer Begrenzung der Spritpreise lauter.

Die Preise an den Tankstellen sind am Wochenende noch weiter nach oben geklettert. Am Samstag (12. September) kostete Super der Sorte E10 im bundesweiten Durchschnitt 2,27 Euro den Liter. Für Diesel mussten Autofahrer:innen nach Daten des Spritpreisportals "Tankerkönig" knapp 2,40 Euro zahlen. Regional und zu bestimmten Zeiten lagen die Preise sogar noch deutlich darüber.

Antreiber ist die anhaltende Unsicherheit im Nahen Osten. So gab es am Samstag einen besonders kräftigen Preissprung nach Meldungen, wonach Saudi-Arabien nun auch noch eine wichtige Pipeline abschalten muss. Die saudischen Exporte sind durch die Blockade der Straße von Hormus bereits eingeschränkt. Eine zusätzliche Reduzierung könnte den Ölpreis weiter ansteigen lassen.

Am Sonntag gab es dann etwas Entspannung beim Spritpreis, wohl auch, weil geplante Gespräche im Oman in den Blickpunkt rückten. Der Iran und Staaten am Persischen Golf wollen am Montag über die umkämpfte Straße von Hormus sprechen.

Ruf nach Entlastung für Verbraucher:innen

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke ist der Meinung, dass die Spritpreise schnell begrenzt werden müssen. "Wir brauchen dringend einen Spritpreisdeckel", sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Es könne nicht sein, dass die Mineralölkonzerne Extraprofite einstreichen, während Millionen Pendler:innen an den viel zu hohen Spritpreisen verzweifeln. Er betonte: "Niemand darf sich an der Not anderer bereichern. Gerechtigkeit muss auch an der Tankstelle herrschen."

Der Regierungschef verweist auf eine Entlastung der Verbraucher:innen in anderen Staaten. "Unsere Nachbarn machen uns seit langem vor, wie die Bevölkerung an der Zapfsäule entlastet werden kann. In Luxemburg, Polen, Belgien oder auch in Tschechien werden die Höchstpreise regelmäßig flexibel an die Marktlage angepasst", so Woidke.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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