Was ist El Niño und wie entsteht das Wetterphänomen?
El Niño (spanisch für "das Kind" oder „Christkind“) bezeichnet ein natürliches, aber extrem wirkungsmächtes Phänomen im äquatorialen Pazifik. Alle zwei bis sieben Jahre kommt es dabei zu einer ungewöhnlichen Erwärmung der Meeresoberfläche im ostpazifischen Raum. Normalerweise blasen die Passatwinde warmes Oberflächenwasser nach Westen in Richtung Indonesien. Schwächen sich diese Winde ab oder drehen sich um, strömt das warme Wasser zurück an die Westküste Südamerikas.
Der Name "El Niño" und seine besondere Herkunft gehen auf peruanische Fischer zurück, die das Phänomen meist zur Weihnachtszeit bemerkten, wenn die gewohnten Fischfänge ausblieben – denn das warme Wasser bringt nährstoffarme Bedingungen für Meeresbewohner mit sich.
Mittlerweile ist die Sturmaktivität im östlichen Pazifik fast doppelt so hoch wie üblich. In dieser Saison wurden bereits 16 tropische Stürme mit Namen registriert, im zentralen Pazifik waren es 20. Währenddessen verläuft die Hurrikan-Saison im Atlantik aufgrund des El Niño in diesem Jahr ungewöhnlich ruhig.