Stress für Pendler:innen

Deutsche Bahn saniert ab heute Strecke zwischen Berlin und Hannover

Veröffentlicht:

von Christopher Ferner

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Bahnstrecke Hannover-Berlin gesperrt

Videoclip • 27 Sek • Ab 12


14 Monate Baustelle: Die Bahn erneuert die Verbindung zwischen Berlin und Hannover. Bis Dezember 2027 müssen Reisende zum Teil deutlich längere Fahrzeiten einplanen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Bahn saniert ab heute die Strecke zwischen Berlin und Hannover – bis Dezember 2027 werden Gleise, Oberleitungen, Stellwerke und 25 Bahnhöfe erneuert.

  • Sämtliche Fernzüge zwischen Berlin und Hannover werden über Braunschweig und Magdeburg umgeleitet

  • Auch im Nahverkehr müssen Pendler:innen in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt mit Umleitungen und Ersatzbussen rechnen.

Entlang der Ost-West-Achse zwischen Hannover und Berlin startet die Deutsche Bahn ab heute umfangreiche Sanierungsarbeiten. "Gleise, Weichen, Betonfahrbahn, Oberleitungen, Stellwerke und Bahnhöfe werden gebündelt erneuert oder modernisiert", sagt Wolfgang Weinhold, Programmleiter Korridorsanierung der DB InfraGO. Zudem werden 25 Bahnhöfe modernisiert und teilweise barrierefrei ausgebaut. Die Arbeiten sollen bis Dezember 2027 andauern, also ganze 14 Monate. Bahnfahrer:innen müssen auf dieser Strecke mit erheblichen Einschränkungen rechnen.

Auch in den News:

Vorerst keine Halte in Wolfsburg und Stendal

Sämtliche Fernzüge zwischen Berlin und Hannover werden über Braunschweig und Magdeburg umgeleitet. Die Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt erhält damit drei zusätzliche ICE-Verbindungen Richtung Hannover und Nordrhein-Westfalen. Dafür halten die Züge bis mindestens Ende des Jahres nicht mehr in Wolfsburg und in Stendal.

Ursprünglich sollte der Fernverkehr nur bis Ende dieses Jahres die große Umleitung fahren. Dann hätten die Züge über die Lehrter Stammbahn geführt werden sollen, parallel zur Schnellfahrstrecke. Diese wird derzeit elektrifiziert. Die Bauarbeiten verzögern sich aber erheblich, sodass die Stammbahn als Alternativstrecke auch im nächsten Jahr nicht zur Verfügung stehen wird.

Auch der Nahverkehr ist betroffen

Welche Dimensionen die Verzögerungen erreichen, lässt sich auf der Website der Bahn nachvollziehen: Waren es gestern noch weniger als zwei Stunden von Berlin nach Hannover, braucht man heute fast drei. Langfristig will die Deutsche Bahn durch die Sanierungsarbeiten pünktlicher werden. Das hat sie auch bitter nötig: Im Jahr 2025 kamen nur 60,1 Prozent der Fernzüge pünktlich ans Ziel.

Auch im Nahverkehr wird es erhebliche Einschränkungen geben. Das betrifft insbesondere Pendler:innen in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Die Bahn will nach eigenen Angaben ein "verlässliches Grundangebot" bereitstellen. So verkehren Regionalzüge etwa zwischen Nauen und Stendal über Wittenberge. Die dazwischenliegenden Halte, etwa Rathenow, sind allerdings nur über Ersatzbusse erreichbar. Auch wer von Stendal weiter nach Wolfsburg muss, ist auf die Busse angewiesen. Über die einzelnen Linien und Takte informiert die Bahn auf ihrer Website.


Verwendete Quellen:

Deutsche Bahn

Nachrichtenagentur dpa

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