Neue Zahlen
Trotz VW-Krise: Schwelle für Manager-Boni laut Medienbericht massiv gesenkt
Aktualisiert:
von Christopher Schmitt:newstime
VW rutscht tief ins Minus (29. Oktober)
Videoclip • 01:50 Min • Ab 12
Das nächste Reizthema aus Wolfsburg? Während sich der harte VW-Sparplan bei der Belegschaft bemerkbar macht, wird einem Medienbericht zufolge die Schwelle für Manager-Boni angepasst – nach unten.
Die Automobilbranche ist in der Krise. VW steckt tief in den roten Zahlen und der Konzern hat sich selbst einen harten Sparplan auferlegt: Gehälter sollen eingefroren werden und über Werksschließungen wird nachgedacht – während zeitgleich ein Audi-Werk in den USA geplant ist, inklusive eines Auftritts des Audi-Chefs mit Donald Trump.
In den oberen Etagen wird der Gürtel offenbar nicht enger geschnallt. VW-Manager:innen winken nun trotz schwächerer Rendite umfangreiche Boni. Einem "Spiegel"-Bericht zufolge sei die entsprechende Schwelle massiv gesenkt worden, was Bonuszahlungen auch bei schlechteren Zahlen ermöglicht.
Auch in den News:
Das klang vor wenigen Monaten noch anders. Im Sommer erklärte Arno Antlitz, der VW-Finanzchef, noch, dass die operative Umsatzrendite mit 3,8 Prozent zu niedrig sei, "um kraftvoll in die Zukunft zu investieren". Besonders pikant: Damit begründete Antlitz die für Teile der Belegschaft schmerzhaften Sparmaßnahmen.
Der "Spiegel" berichtet nun unter Berufung auf interne Konzerndokumente, dass besagte 3,8 Prozent genau der Schwellenwert seien, ab dem das Volkswagen-Management – inklusive Antlitz – den vollen Bonus abschöpft.
So haben sich die Schwellen verschoben
Es ist ein großer Sprung: Vor einem Jahr gab es für die 3,8 Prozent lediglich die Hälfte an Bonus, allerdings fließen weitere Kriterien ein. Damals mussten laut "Spiegel" noch 5,8 Prozent Rendite für den vollen Bonus erreicht werden. Falls in diesem Jahr 5,8 Prozent erreicht werden, könnten Manager:innen das Maximum herausholen – 175 Prozent.
Verwendete Quellen:
Spiegel: "Interne Dokumente enthüllen, wie massiv VW die Schwelle für Managerboni senkt"
Nachrichtenagentur dpa
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