Je nach Wohnort
Deutschlandticket: Diese Personengruppe bekommt Rabatt
Aktualisiert:
von Benedikt Rammer:newstime
Deutschlandticket wird wieder teurer
Videoclip • 34 Sek • Ab 12
Das Deutschlandticket kostet derzeit 63 Euro im Monat, doch einen bundesweiten Sozialrabatt gibt es für Empfänger:innen der Grundsicherung nicht. In Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Hessen gelten unterschiedliche Vergünstigungen – entscheidend ist der Wohnort.
Das Wichtigste in Kürze
Einen bundesweit einheitlichen Rabatt auf das Deutschlandticket gibt es für Empfänger:innen der Grundsicherung nicht.
In Hamburg kostet das vergünstigte Ticket 27,50 Euro, im Verkehrsverbund Rhein-Sieg 53 Euro und in Hessen 44 Euro pro Monat.
In Baden-Württemberg und Bayern können Städte und Verkehrsverbünde eigene Lösungen anbieten.
Das Deutschlandticket kostet derzeit 63 Euro im Monat. Für Menschen, die Grundsicherung beziehen, ist das viel Geld. Einen bundesweit einheitlichen Sozialrabatt gibt es aber nicht. Ob und wie viel Betroffene sparen können, hängt vor allem vom Wohnort ab. Darüber informiert der "Stern".
Besonders günstig ist das Ticket in Hamburg: Dort kostet das vergünstigte Deutschlandticket 27,50 Euro im Monat. Möglich wird das durch einen monatlichen Sozialrabatt von 35,50 Euro. Der Nachlass gilt nicht automatisch für alle Menschen mit geringem Einkommen, sondern ist an bestimmte Voraussetzungen gebunden.
Hamburg: Ticket für 27,50 Euro
Wer den Rabatt nutzen will, muss in Hamburg gemeldet sein und eine der vorgesehenen Sozialleistungen erhalten. Dazu zählen laut "Stern" unter anderem Grundsicherung, laufende Hilfe zum Lebensunterhalt sowie Grundsicherung im Alter oder bei Erwerbsminderung. Auch Menschen, die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beziehen, können berechtigt sein.
Der Sozialrabatt gilt beim Kauf eines Deutschlandtickets, eines Monatstickets oder eines Jobtickets des Hamburger Verkehrsverbunds. Welche Unterlagen nötig sind und über welchen Weg der Antrag gestellt wird, sollte direkt beim HVV geprüft werden. Die bereitgestellte Vorlage nennt dazu keine einzelnen Schritte.
Auch in den News:
In NRW und Hessen gelten andere Preise
In Nordrhein-Westfalen bietet der Verkehrsverbund Rhein-Sieg das "Deutschlandticket sozial" an. Es kostet 53 Euro pro Monat. Empfänger:innen der Grundsicherung können es neben weiteren berechtigten Personengruppen erwerben. Welche Voraussetzungen im Einzelnen gelten, sollten Interessierte beim Verkehrsverbund erfragen.
In Hessen können Menschen mit geringem Einkommen für 44 Euro im Monat fahren, wenn sie einen "Hessenpass mobil" besitzen. Empfänger:innen der Grundsicherung erhalten den Berechtigungsnachweis laut "Stern" in der Regel automatisch von der Behörde, die auch den Bescheid zur Sozialleistung verschickt.
Regelungen unterscheiden sich regional
Eine Ausnahme gibt es dem "Stern" zufolge bei den Jobcentern der Städte Frankfurt am Main und Darmstadt. Dort wird die Bescheinigung nur auf Nachfrage durch den örtlich zuständigen Sozialleistungsträger erstellt. Betroffene sollten daher prüfen, ob der Nachweis vorliegt, bevor sie das Ticket kaufen.
Anders ist die Lage in Baden-Württemberg und Bayern: Dort gibt es keine landesweit einheitliche Regelung. Einzelne Städte und Verkehrsverbünde können aber eigene Vergünstigungen anbieten. Der "Stern" schreibt: "Interessierte wenden sich am besten direkt an ihre Stadt oder Gemeinde." Denn Ticketpreis, Berechtigung und Antrag unterscheiden sich je nach Region.
Verwendete Quellen:
Stern: "Mit Grundsicherung nur 27,50 Euro fürs Deutschlandticket – hier geht's"
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