Verbraucher
Apple-Kunden aufgepasst: Diese Mail ist eine Falle
Veröffentlicht:
von Damian Rausch:newstime
Apple-Updates: Das ist neu bei Version 27.2
Videoclip • 01:24 Min • Ab 12
Eine angebliche Apple-Mail setzt Empfänger mit einer 24-Stunden-Frist unter Druck. Dahinter steckt eine Phishing-Masche, mit der Betrüger offenbar sensible Account- und Zahlungsdaten abgreifen wollen.
Das Wichtigste in Kürze
Betrüger verschicken eine gefälschte Apple-Mail und behaupten, dass eine iCloud+-Zahlung nicht verarbeitet werden konnte.
Empfänger sollen innerhalb von 24 Stunden ihre Rechnungsinformationen aktualisieren und werden dafür auf eine gefälschte Webseite gelockt.
Apple empfiehlt, Zahlungs- und Accountdaten ausschließlich über offizielle Dienste des Unternehmens zu ändern.
Eine angebliche Nachricht von Apple sorgt derzeit für erhöhte Aufmerksamkeit. Betrüger versuchen, mit einer täuschend echt wirkenden E-Mail, an sensible Daten von Empfängern zu gelangen. Die Verbraucherzentrale warnt vor der aktuellen Phishing-Masche, die insbesondere vermeintliche iCloud+-Kunden unter Druck setzt.
In der Nachricht wird behauptet, dass eine Zahlung für das iCloud+-Abonnement nicht verarbeitet werden konnte. Um eine Unterbrechung des Dienstes zu verhindern, sollen die Betroffenen ihre Rechnungsinformationen aktualisieren. Dafür hätten sie angeblich nur 24 Stunden Zeit. Ein Button mit der Aufschrift "Rechnungsinformationen aktualisieren" soll direkt zur vermeintlichen Apple-Seite führen.
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Betrüger setzen Apple-Kunden unter Zeitdruck
Genau hier liegt die Gefahr: Hinter dem Link verbirgt sich keine offizielle Apple-Seite. Nach Angaben von GIGA führt der Button stattdessen auf eine gefälschte Webseite. Dort eingegebene Account- oder Zahlungsinformationen könnten somit unmittelbar in die Hände der Betrüger gelangen.
Mehrere Details lassen die Nachricht als Phishing-Versuch erkennen. Dazu gehören die kurze Frist von 24 Stunden, die Drohung mit einer Sperrung des Abonnements sowie die fehlende persönliche Anrede. Auch die verwendete Absenderadresse steht laut GIGA nicht mit Apple in Verbindung.
Die Masche trifft offenbar nicht ausschließlich tatsächliche Apple-Kunden. GIGA zufolge wird die Nachricht auch an Menschen verschickt, die überhaupt keine Apple-Produkte beziehungsweise kein entsprechendes Abonnement nutzen. Die Täter versenden ihre Nachrichten demnach offenbar breit gestreut.
Verbraucherzentrale warnt vor typischen Phishing-Merkmalen
Die Verbraucherzentrale weist grundsätzlich darauf hin, dass besonders dringende Handlungsaufforderungen ein wichtiges Warnsignal für Phishing sein können. Misstrauisch sollten Empfänger insbesondere dann werden, wenn eine kurze Frist mit Konsequenzen wie einer Account- oder Kartensperrung verbunden wird.
Links in verdächtigen Nachrichten sollten nicht angeklickt werden. Stattdessen empfiehlt es sich, die betreffende Webseite oder App selbst aufzurufen und dort zu überprüfen, ob tatsächlich Handlungsbedarf besteht.
Apple gibt einen ähnlichen Rat. Wer aufgefordert wird, Account- oder Zahlungsinformationen zu aktualisieren, sollte dies ausschließlich über die offiziellen Apple-Dienste beziehungsweise die Einstellungen des eigenen Geräts erledigen.
Wer Daten eingegeben hat, sollte schnell handeln
Wer bereits auf den Link geklickt und dort seine Zugangsdaten eingegeben hat, sollte das Passwort des Apple-Kontos umgehend ändern. Verdächtige E-Mails, die vorgeben, von Apple zu stammen, können zudem an das Unternehmen gemeldet werden.
Wurden auf einer gefälschten Seite zusätzlich Kreditkartendaten eingegeben, ist ebenfalls schnelles Handeln gefragt. Betroffene sollten ihre Bank beziehungsweise ihren Kartenanbieter kontaktieren und die Karte gegebenenfalls sperren lassen.
Auch in den News:
Verwendete Quellen:
GIGA: "Rechnungsinformationen aktualisieren: Warum ihr bei dieser vermeintlichen Apple-Mail vorsichtig sein solltet"
Verbraucherzentrale: "Phishing-Radar: Aktuelle Warnungen"
Apple Support: "Phishing-Nachrichten, falsche Supportanrufe und andere Betrugsversuche erkennen und vermeiden"
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