Von Altweibersommer bis Schnee

Bauernregeln im November: Was sie für Allerheiligen und den Martinstag vorhersagen

Aktualisiert:

von Max Strumberger

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Diese Bauernregel kündigt Schnee an

Videoclip • 01:17 Min • Ab 12


Der November beginnt mit einer Fülle alter Wetterregeln. Besonders Allerheiligen gilt als wichtiger Lostag. Das besagen die Bauernregeln für den November.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der November steckt voller alter Wetterbotschaften.

  • Allerheiligen, Hubertus und Martini galten dabei als wichtige Stichtage.

  • Viele Regeln leben bis heute in Sprichwörtern weiter.

Allerheiligen am 1. November ist nicht nur ein kirchlicher Gedenktag, sondern auch ein wichtiger Termin im traditionellen Bauernkalender. An diesem Tag beobachteten die Menschen Nebel, Sonne, Regen, Reif und Schnee. Aus den Beobachtungen entstanden zahlreiche Regeln für die kommende Jahreszeit.

Eine der bekanntesten laut "Wetter.de" lautet: "Regen am Allheiligentag, ein strenger Winter folgen mag." Für Frost gibt es ebenfalls eine eindeutige Deutung: "Allerheiligen Reif macht die Weihnacht starr und steif." Schneefall soll nach alter Überlieferung bedeuten, dass der Wintermantel bald gebraucht wird.


Das sind die Bauernregeln für den Martinstag

Am 3. November folgt der Hubertustag. Der heilige Hubertus gilt als Schutzpatron der Jagd. Einer Legende zufolge bekehrte er sich, nachdem er im Wald einen Hirsch mit einem Kreuz zwischen dem Geweih gesehen hatte. Die passende Bauernregel lautet: "Bringt Hubertus Schnee und Eis, bleibt’s den ganzen November weiß."

Nur wenige Tage später steht Martini am 11. November im Mittelpunkt. Nach der Überlieferung bringt ein winterliches Allerheiligenfest zum Martinstag milderes Wetter: "Bringt Allerheiligen einen Winter, so bringt Martini einen Sommer." Auch die Regel "Steckt Allerheiligen in der Mütze, ist St. Martin der Pelz nichts nütze" beschreibt diesen Gegensatz.

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Bauernregeln keine verlässlichen Wetterprognosen

Nicht jede Regel weist jedoch in dieselbe Richtung. Sonnenschein kann laut einer Überlieferung einen verlängerten Altweibersommer ankündigen: "Ist’s zu Allerheiligen rein, tritt Altweibersommer ein." Nach einer anderen Variante wird es um Martini herum besonders kalt. Die Unterschiede zeigen, wie stark Bauernregeln von Region, Erfahrung und mündlicher Überlieferung geprägt sind.

Wissenschaftlich lässt sich aus dem Wetter an einem einzigen Tag keine verlässliche Winterprognose ableiten. Bauernregeln können zwar regionale Klimamuster oder typische Übergänge im Herbst beschreiben, ersetzen aber keine meteorologische Vorhersage. Ihr Wert liegt heute vor allem in ihrer Geschichte und ihrer anschaulichen Sprache.

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Verwendete Quellen:

wetter.de: Bauernregeln November

ruhr24: Bauernregel für den 1. November: "Regen am Allheiligentag, ..."

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